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Noch mehr Gift im Boden am Airport Nürnberg befürchtet

Auftreten giftiger Substanzen an weiterer Stelle befürchtet - 05.07.2014 05:50 Uhr

Für den mit Löschschaumrückständen verunreinigten Boden am Flughafen zeichnet sich nach wie vor keine rasche Lösung ab. © Oliver Acker/digitale-luftbilder.de


Mitte Juli befasst sich der Umweltausschuss mit der Thematik. In dem nun vorliegenden Sachstandsbericht rückt unter anderem die nahe des Biotops Ziegellach gelegene Feuerwehrstellfläche in den Mittelpunkt: Dort deutet einiges „auf einen weiteren Eintragsherd“ der giftigen Substanz PFC hin. Deshalb müsse dort weiter untersucht werden.

Dagegen ist die Erkundung der bislang bekanntgewesenen vier Schadenszentren weitgehend abgeschlossen. Beendet sind auch Pilotversuche zur Bodensanierung am Löschbecken West und zur Grundwassersicherung am Löschbecken Ost. Die Untersuchungen bestätigten, dass sich für das Löschbecken West und das des Nordportals eine Bodensanierung anbietet, für das Löschbecken Ost und das Biotop Ziegellach hingegen die Sanierung über das Grundwasser erfolgen sollte. Denn dort sprechen „Sicherheitsaspekte und kostenintensive unterirdische Bauwerke sowie hohe naturschutzfachliche Anforderungen“ gegen einen Bodenaushub.

Wie teuer die Bodensanierung sich gestalten dürfte, zeigte ein Pilotversuch: „Für die Entfernung von zwei Kilogramm PFC-Schadstoffen sind dem Flughafen Kosten in Höhe von rund 100 000 Euro entstanden.“ Insgesamt werden 88 Kilogramm der giftigen Substanz im Boden vermutet, weitere zwölf Kilogramm im Grundwasser.

Es gibt aber auch gute Nachrichten: Untersuchungen an vier ausgewählten Beregnungsbrunnen entlang des Bucher Landgrabens und in der Nähe von Ziegellach haben keine PFC-
Belastung ergeben. Das gilt ebenfalls für alle analysierten Gemüseproben. Bis November soll ein neues Gutachten vorliegen, auf dessen Grundlage der Flughafen ein Sanierungskonzept für den Bereich Löschbecken Ost/Ziegellach erstellen lassen will. 

Michael Husarek (Nürnberger Nachrichten)

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