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Nürnberg braucht Freiraum - finden diese Parkplatzbesetzer

Ein Parkplatz würde Raum für zehn Fahrräder hergeben - 16.09.2016 18:24 Uhr

Der Hintergrund ist ernst: Die Flächen, die tagtäglich von Autos zugestellt werden, könnte man anders nutzen.

16.09.2016 © Roland Fengler


Künstler in San Francisco haben die Aktion 2005 ins Leben gerufen, nun ist zum dritten Mal auch Nürnberg mit von der Partie. Am Freitag wurde wieder ein kleines Stück Königstraße mit friedlichen Mitteln besetzt. Für einen Tag, so Frank Braun von der Initiative Blue Pingu, wollten die Teilnehmer neue Räume für kreative Aktionen, Kommunikation und Austausch schaffen.

Gemeinsam mit dem Verkehrsclub Deutschland (VCD), dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) und "I bike" Nürnberg hat Blue Pingu die Aktion organisiert. Die Belagerung von sieben Parkplätzen hat das Ordnungsamt offiziell genehmigt. Angesichts der Tatsache, dass sich in der Nürnberger Innenstadt weit mehr als 5000 öffentliche Stellplätze befinden, sei das kein Problem, findet Braun. "Da bricht nicht gleich Chaos aus. Und das wollen wir ja auch gar nicht. Wir möchten mit den Menschen ins Gespräch kommen und nicht polemisch sein. Es muss ja auch nicht jeder unserer Meinung sein."

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Hängematte statt SUV: Parking Day in Nürnberg

Jeden dritten Freitag im September findet in gut 200 Städten weltweit der Parking Day statt. Die Organisatoren wollen damit die Nutzung öffentlicher Plätze und Straßen hinterfragen sowie Freiräume schaffen, wo sonst Fahrzeuge stehen.


Wer mag, kann hier und jetzt verweilen und sich am Straßenrand in afrikanischem Yoga üben, er kann sich setzen und in gemütlicher Runde von seinem ersten und letzten Auto berichten oder sich ganz einfach in eine Hängematte legen.

Der VCD zeigt auf einen der Stellplätze, wie viel Raum ein parkendes Auto einnimmt: zehn Fahrräder oder vier Lastenfahrräder können stattdessen dort geparkt werden. "Wir wollen auch dazu anregen, über Stadtgestaltung nachzudenken“, sagt Frank Braun. "Uns beschäftigt die Frage, wie man Nürnberg schöner machen kann. Der Stadt fehlt es ohnehin an Grün."

gs

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