Verdacht auf Lebensmittelvergiftung

Nürnberg: Kita-Kinder mussten sich nach dem Essen übergeben

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Alexander Brock

Lokales

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20.9.2021, 19:30 Uhr
Lebensmittel verdorben? Kinder in vier Kitas, die in Nürnberg und Schwabach sind, litten nach dem Verzehr des Mittagessens an Übelkeit und Erbrechen. Die Lebensmittelproben werden derzeit analysiert.

Lebensmittel verdorben? Kinder in vier Kitas, die in Nürnberg und Schwabach sind, litten nach dem Verzehr des Mittagessens an Übelkeit und Erbrechen. Die Lebensmittelproben werden derzeit analysiert. © Uwe Zucchi/dpa

Am vergangenen Donnerstag um 14.31 Uhr ist der Notruf bei der Integrierten Leitstelle eingegangen: Verdacht auf Lebensmittelvergiftung in der Kindertagesstätte "Haus für Kinder Tigris" in der Nürnberger Elisenstraße. Rettungsdienste aller Verbände rückten an, auch Notärzte waren dabei. "Es hat sich herausgestellt, dass Kinder und Betreuer in Einrichtungen in Nürnberg und Schwabach unter Übelkeit und Erbrechen litten", berichtet Marc Gistrichovsky, Chef der Integrierten Leitstelle Nürnberg.

Vorfälle auch in Schwabach

Die städtische Lebensmittelüberwachung und das Gesundheitsamt wurden eingeschaltet, Proben des Essens wurden genommen. Einige Kinder mussten zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht werden. Eine betroffene Mutter und Leserin erzählt: "Die Einrichtung wurde geschlossen, wir mussten mit den Kindern zu Hause bleiben und ihren Zustand beobachten."

Laut Ordnungsamt, zu dem die Lebensmittelüberwachung gehört, hat es am Donnerstag in zwei Nürnberger und in zwei Schwabacher Kitas Vorfälle gegeben. In Schwabach kam es bei 53 Kindern und Mitarbeitenden zu Erbrechen. In Nürnberg waren acht Kinder der Einrichtung in der Elisenstraße betroffen und 23 in einer Kita in der Schoppershofstraße.

Gebratener Reis mit Gemüse

Klar ist: Alle vier Einrichtungen werden laut Ordnungsamt von demselben Caterer beliefert. "Es gab gebratenen Reis mit Gemüse und einen Pudding als Nachspeise", sagt Robert Pollack, stellvertretender Amtsleiter. Die Behörde hat Proben der Nahrung genommen, die jetzt vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) untersucht werden. Die Ergebnisse der Proben werden laut Pollack voraussichtlich am morgigen Dienstag seiner Behörde vorliegen.

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