Petition gegen ICE-Werk im Nürnberger Reichswald

16.10.2020, 13:01 Uhr
In Köln gibt es bereits ein ICE-Instandhaltungswerk. In Nürnberg soll bis 2028 ein Werk gebaut werden, gegen den ins Gespräch gebrachten Standort in Altenfurt gibt es Widerstand.

In Köln gibt es bereits ein ICE-Instandhaltungswerk. In Nürnberg soll bis 2028 ein Werk gebaut werden, gegen den ins Gespräch gebrachten Standort in Altenfurt gibt es Widerstand. © Foto: Deutsche Bahn AG / Daniel Saarbourg

Noch ist der Standort gar nicht festgelegt - dies geschieht erst im Raumordnungsverfahren, doch Proteste gegen ein Areal im Südosten Nürnbergs gibt es schon länger. Die Nachricht, dass das geplante Werk unmittelbar an ein Altenfurter Wohngebiet grenzen soll, sorgt jetzt allerdings für richtig Ärger.

"Stoppt die Rodung des Nürnberger Reichswalds" ist die Petition auf der Internet-Plattform change.org überschrieben. Die Verfasser verweisen auf den Klimaschutz und die wichtige ökologische Funktion des Reichswalds.

Dass 40 Hektar Wald betroffen sind, sei aber nicht nur ein extremer Schaden für Flora und Fauna. Die Organisatoren erwarten auch einen Wertverlust für Immobilien in Fischbach und Altenfurt, weil dann von der Lage in einem Naherholungsgebiet nicht mehr die Rede sein könne.

"Wir fordern ganz klar einen anderen Standort für das geplante ICE-Werk der Deutschen Bahn, die wahrlich genug Brachland in und um Nürnberg besitzt. Anbieten würde sich hierfür zum Beispiel der alte Rangierbahnhof", heißt es in dem Aufruf weiter.

Der Lorenzer Reichswald dürfe nicht noch kleiner werden und das Naherholungsgebiet müsse erhalten bleiben. Die Petition ist seit einer Woche online, seither haben über 900 Unterstützer unterschrieben.

Hier können Sie die Petition "Stoppt die Rodung des Nürnberger Reichswalds" nachlesen.

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