Pfiffe und Plakate: 250 Gegner boten Pegida lautstark Paroli

19.3.2015, 22:25 Uhr

Es ist mittlerweile ein gewohntes Bild: Um 19 Uhr versammelten  sich etwa 70 Pegida-Anhänger auf dem Jakobsplatz, um gegen die "Islamisierung des Abendlandes" zu demonstrieren. Das hatten sie schon an den vergangenen zwei Donnerstagen getan. Diesmal hatte die Linke im Vorfeld zum Protest gegen Pegida aufgerufen. So lärmten 100 Meter weiter hinter den Absperrungen die Gegendemonstranten mit "Haut-ab!-Rufen", Sirenen, Trommeln und Pfeifen. Erfahrene Pegida-Gegner schonten ihr Trommelfell mit Ohrenschützern.

Zwischen den verfeindeten Gruppen standen erneut Einsatzkräfte der mittelfränkischen Polizei und der Bereitschaftspolizei. Und die hatten zu tun: Als einige Gegner über die Absperrung sprangen, mussten sie die Angreifer zurückdrängen.

Nach 20 Uhr starteten dann die Islamkritiker ihren Marsch mit ihren Transparenten. Die 70 Aktivisten gingen wie am vergangenen Donnerstag und dem Donnerstag davor lautstark etwa 100 Meter in Richtung Färberstraße, blieben dort kurz und kehrten dann wieder zurück zum Jakobsplatz. Immerhin das soll sich nächste Woche ändern, dann möchte Pegida nach eigenem Bekunden 700 Meter zurücklegen.

Wie die Polizei mitteilt, verlief der Abend "größtenteils störungsfrei". Nach Versammlungsende wurden dennoch bei 13 Personen die Identitäten wegen des Vermummungsverbots, bei einem Teilnehmer wegen Beleidigung festgestellt. In einem Fall wurde außerdem ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Außerdem warfen Versammlungsteilnehmer zwei Rauchkörper in Richtung der Pegida-Teilnehmer.

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