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Pyro-Unfall in Nürnberg: Dynamo-Fan zerfetzt sich Hand

Augenzeugen sprechen von "Handstücken" auf der Straße - 31.01.2017 21:30 Uhr

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Trotz Risikospiels: Nürnberger und Dresdner Fans bleiben friedlich

Weil man im Vorfeld der Partie zwischen dem 1. FC Nürnberg und Dynamo Dresden mit Ausschreitungen zwischen den Ultras gerechnet hatte, war die Polizei rund um das Stadion mit einem Großaufgebot vertreten. Doch bei der Anreise der Fans vor dem Spiel blieb es ruhig und friedlich.


9000 Dresdner enterten am vergangenen Sonntag das Nürnberger Stadion, 5000 von ihnen marschierten von der Messe zur Großen Straße. Die gigantische "Dynamo-Invasion", wie 2016 in München,  blieb aber aus.

Trotzdem kein ruhiger Tag für die Polizei, die schon am Sonntag von "vereinzelten Sicherheitsstörungen" sprach. Ein Zwischenfall dürfte jetzt einem Dynamo-Fan besonders schmerzen: Er wurde beim Abbrennen von Pyrotechnik verletzt. "Hat einen lauten Knall gegeben", berichtet ein mutmaßlicher Augenzeuge in einem Dresdner Fan-Forum. "Dann viel Geschrei und zerfetzte Handstücke auf dem Weg."

Die Polizei bestätigt den Vorfall, spricht von "schweren Verletzungen an der Hand". Der Mann kam mit einem Rettungsdienst in eine Klinik - und musste vorerst dort bleiben. Die Bild will erfahren haben: Dem Fan wurden mehrere Finger weggefetzt.

Nicht der einzige Vorfall am Rande der Partie, die bereits im Vorfeld als Risikospiel eingestuft wurde. Zwar trennte die Polizei die Fan-Blöcke nach eigenen Angaben konsequent. Dennoch wurden vier Polizeibeamte - vor allem durch fliegende Flaschen - verletzt. Zehn Fußballfans wurden wegen Raubdelikten, gefährlicher Körperverletzung sowie Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz vorübergehend festgenommen. 

tl

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