Dienstag, 28.01.2020

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Radwege kommen langsam in die Gänge

SPD treibt die Sanierung der Münchener Straße voran, ADFC fordert mehr Engagement - 09.05.2017 16:23 Uhr

Die Mängel in der Münchener Straße sollen zeitnah beseitigt werden. Bedarf sieht der ADFC auch in der Holsteiner Straße. © Archivfoto: Philipp Demling


SPD-Stadtrat Lorenz Gradl ist gebremst optimistisch: "Was lange währt, wird endlich gut — hoffentlich", sagt er. Die Instandsetzung hat ja schon eine längere Vorgeschichte. 2010 hatte die SPD die Sanierung beantragt.

Der stark frequentierte Radweg an der Münchener Straße war damals schon in einem schlechten Zustand, was von den Fahrradfahrern selbst immer wieder beanstandet wurde.

Im Werkausschuss Sör nahm man diese Maßnahme mit in das Jahresbauprogramm Radwege auf. In der Umsetzung sei es aber immer wieder zu Verzögerungen gekommen, so Gradl. Weshalb er 2015 vorgeschlagen habe, die Sanierung wenigstens abschnittsweise vorzunehmen, falls dies aus finanziellen Gründen erforderlich sei.

"Zumindest die schlimmsten Abschnitte sollten zeitnah saniert werden", sagt der SPD-Politiker. Daraufhin wurde im Verkehrsausschuss der erste Bauabschnitt zwischen dem Platz der Opfer des Faschismus und der Bayernstraße beschlossen und 2016 fertiggestellt.

Im Verkehrsausschuss am morgigen Donnerstag werden nun die Straßenpläne für die Ertüchtigung und Verbreiterung der Radwege entlang der Münchener Straße zwischen Bayernstraße und Trierer Straße zur Beschlussfassung vorliegen. Im laufenden Jahr soll weitergebaut werden. Der größere Teil der Maßnahme, so teilt die SPD mit, soll im kommenden Jahr je nach personellen und finanziellen Ressourcen umgesetzt werden.

Derweil wünscht sich der ADFC eine Rotmarkierung dieses Radweges, räumt aber ein, dass es noch Dringlicheres gebe — und nennt dabei die Holsteiner Straße. Hier wollen die Bürger einen Radweg für die gesamte Holsteiner Straße bis zur Marktäckerstraße (Kriegsopfersiedlung).

Ein Wunsch, der wohl unerfüllt bleiben wird, weil die finanziellen Mittel fehlen. "Da wird wieder einmal deutlich, dass die Radverkehrsförderung in Nürnberg völlig unterfinanziert ist", kritisiert der Fahrradclub.

Denn neben diesen beiden Maßnahmen — also Münchener Straße und Holsteiner Straße — gebe es laut ADFC eine lange Liste von noch offenen Radverkehrsmaßnahmen im Stadtgebiet, die aufgrund fehlender Mittel nicht realisiert werden können. Der ADFC kommt zu dem Schluss: "Von einer Stadt, die den Titel ,Fahrradfreundliche Kommune‘ trägt, ist hier mehr Engagement erforderlich."

rus

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