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Dienstag, 20.08.2019

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Schrille Demo für mehr Toleranz: So feiert Nürnberg den CSD

Christopher Street Day-Party am 3. August - Großes Festwochenende und "Pride Weeks" - 17.07.2019 05:52 Uhr

Größer denn je wird der Christopher Street Day im Jahr 2019 gefeiert - als mehrtägiges Event mit Paraden, Feiern und Veranstaltungswochen. Das Motto ist "50 Jahre Pride - Danke für...". © Roland Fengler


Im Jahre 1969 war es nach brutalen Polizeieinsätzen am "Stonewall Inn" an der Christopher Street in New York zu Aufständen gegen Willkür und Diskriminierung gekommen. "All die mutigen Menschen haben den Grundstein dafür gelegt, dass wir unsere Liebe und unser Wesen heute weitgehend frei leben können, und dafür sind wir dankbar", sagt Bastian Brauwer, der Vorsitzende des Fördervereins CSD Nürnberg. Deshalb lautet das Motto der diesjährigen Feierlichkeiten "50 Jahre Pride – Danke für …".

In Deutschland entschärfte 1969 die Große Koalition den Paragrafen 175 zunächst, nach dem Homosexualität unter Strafe stand. Erst im Jahr 1994 wurde dieser allerdings ganz gestrichen. Ein wichtiger Schritt war in der Noris die Gründung des schwul-lesbischen Zentrums Fliederlich im Jahr 1978.

CSD 2019: Das Programm

Das große Fest-Wochenende startet am Freitag, 2. August, um 18 Uhr am Opernhaus mit einem "dyke*march": Zu Samba-Rhythmen ziehen Frauen liebende Frauen durch die Stadt, um in der LSBTI-Community mehr Präsenz zu zeigen.

Die große und traditionelle CSD-Demo für Akzeptanz, Vielfalt und Anerkennung beginnt am Samstag, 3. August, 12.15 Uhr, am Berliner Platz und endet am Jakobsplatz. Dort steigt eine große Party mit Infoständen und einem bunten Rahmenprogramm bis 22 Uhr. Für alle Nachtschwärmer steigt dann ab 23 Uhr die offizielle CSD-Abschlussparty im Hirsch.

Bilderstrecke zum Thema

Bunt und schrill: Der Christopher Street Day 2018 in Nürnberg

Noch nie waren so viele Besucher bei einem Christopher Street Day in Nürnberg. Nach Angaben des Veranstalters feierten 2018 6500 Menschen auf den Straßen der Frankenmetropole ein buntes Fest und setzten damit ein Zeichen gegen Diskriminierung.


Weitergefeiert wird am Sonntag, 4. August, ebenfalls auf dem Jakobsplatz. Unter anderem mit den Electro-Dance-Stars GusGus aus Island. Klarmachen wollen die Beteiligten allerdings auch, dass sie für das Erreichte womöglich immer wieder kämpfen müssen.

Dem CSD-Wochenende vorgeschaltet ist ein Veranstaltungsreigen in zwei "Pride Weeks" ab dem 19. Juli mit vielen Veranstaltungen aus Kultur, Politik, Natur, Gesundheit und mit einigen Specials.

Mehr Informationen zur Demo gibt es auf Facebook. 

Wolfgang Heilig-Achneck

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