Restbestände werden versteigert

"Haben eine traurige Nachricht": Gartenspezialist aus Nürnberg schließt Shop

Johanna Mielich

Online-Redaktion

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19.3.2024, 08:40 Uhr
Das Nürnberger Unternehmen Primoza zieht einen Schlussstrich und trennt sich von Blumentöpfen, Gießkannen und Co. (Symbolbild)

© IMAGO/Oksana Nazarchuk Das Nürnberger Unternehmen Primoza zieht einen Schlussstrich und trennt sich von Blumentöpfen, Gießkannen und Co. (Symbolbild)

Manuela Baron, Orlando Zaddach und Tobias Aufenanger hatten eine klare Vision: Menschen ohne grünen Daumen das Gärtnern näher bringen. 2018 gründeten sie dafür ihr Start-up "Primoza" - das eigentlich aus einer Business-Idee zu einem Wettbewerb an der Universität Erlangen entstanden ist. Das junge Team wollte mit kreativen Saatgut-Produkten Spaß an Pflanzen und ihrem Wachstum vermitteln.

Mit ihrem "Wachsenden Kalender" schafften es die Studierenden im Mai 2021 sogar in die bekannte TV-Show "Die Höhle der Löwen". "Konsistente Bio-Qualität sowie Nachhaltigkeit" hatten sich die Gründerinnen und Gründer bei ihrem Online-Shop auf die Fahne geschrieben. Bis 11. Februar gab es auf der Plattform unter anderem Saatgut, Dünger, Anzuchtsets, aber auch Kalender und Glückwunschkarten zu kaufen - dann war auf einmal Schluss.

Der Online-Shop ist seit Kurzem geschlossen, wie das Team auf seiner Website bekannt gibt. "Wir haben eine traurige Nachricht: Wir schließen vorerst den Primoza-Shop", heißt es dort. Offene Bestellungen werden derzeit noch bearbeitet - weiter bestellt werden könne aber nicht. "Uns ist es sehr wichtig, dass wir bei euch Begeisterung (für Pflanzen, das Gärtnern und unsere Produkte) entfachen", erklärt der Saatgut- und Gartenspezialist weiter. "Momentan ist diese bei euch gedämpft, da Pakete erst sehr spät ankommen!"

Restbestände werden versteigert

Laut Schilderung des Gründer-Teams sei man aus mehreren Gründen zu dem Entschluss gekommen. Zahlreiche Herausforderungen wie die Corona-Pandemie, abgesagte Weihnachtsmärkte, die Inflation, sowie gestiegene Einkaufspreise hätten die Zukunft des Unternehmens "leider sehr unsicher" gemacht.

Überbleibsel der Produktpalette sowie etliche Produkte der Geschäftsausstattung werden gegenwärtig über eine Online-Auktion der Plattform "Restlos.com" versteigert. Schnäppchenjägern bleibt allerdings nicht all zu viel Zeit: So endet die Auktion bereits am Montag, den 18. März.