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Streit um Pferde-Skulptur geht weiter

Die Skulptur "Hedon is (my) Trojaner" wurde nach Ausstellung irrtümlich entrümpelt - 25.07.2012 08:51 Uhr

"Hedon is (my) Trojaner", auf der Ausstellung zum NN-Kunstpreis 2009 gezeigt, sollte angeblich in ein arabisches Emirat für 100.000 Euro verkauft werden, wurde jedoch versehentlich entrümpelt. © Stefan Hippel


Kunst oder doch nur Schrott? Um diese Frage dreht sich ein jahrelanger Rechtsstreit, der am erneut vor dem Nürnberger Oberlandesgericht ausgefochten wird. Stein des Anstoßes ist die überlebensgroße Pferde-Skulptur „Hedon is (my) Trojaner“, die vor drei Jahren im Rahmen der Ausstellung zum Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten gezeigt wurde, wie das Gericht mitteilte.

Die Geschichte begann nach der Ausstellung zum Kunstpreis 2009. Der Künstler lagerte die Figur aus Tasten von PC-Tastaturen und Kabeln in der angemieteten Garage eines Freundes zwischen. Dieser zahlte aber die Miete nicht. Der Vermieter verlor schließlich die Geduld und ließ die Garage entrümpeln - mitsamt „Hedon“.

Nur Verkaufspreis maßgeblich

In einem ersten Prozess erstritt der Erschaffer des Schaukelpferdes 73.500 Euro Schadenersatz. Der Vermieter der Garage habe verbotenerweise eigenmächtig gehandelt, da er keinen Räumungstitel erwirkt habe, urteilten die Richter.

In dem nun anstehenden Berufungsverfahren will der Vermieter ein Verschulden des Künstlers durchsetzen. Es sei nicht damit zu rechnen gewesen, dass eine so wertvolle Skulptur in der Garage deponiert werde. Außerdem seien nicht die Herstellungskosten, sondern nur der Verkaufspreis von maximal 5000 Euro maßgeblich.

Drei Zeugen sollen am Donnerstag vernommen werden – unter anderem der Vater eines in den arabischen Emiraten lebenden Mannes, der bezeugen soll, dass sein Sohn an „Hedon“ interessiert gewesen und der Kaufpreis von 100 000 Euro „kein Problem“ sei.

dpa

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