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Taxi-App Uber soll in Nürnberg keine Chance bekommen

SPD wehrt sich schon jetzt gegen Billig-Konkurrenz aus Amerika - 20.08.2014 05:58 Uhr

Die Taxi-App Uber soll in Nürnberg keinen Fuß fassen können. © dpa


Die Firma vermittelt über eine Handy-App private Fahrer, die billiger sein sollen als normale Taxis. Die SPD, schreibt Vize-Fraktionschef Thorsten Brehm, sieht dieses Verfahren „äußerst kritisch“. Man wolle nicht, „dass das Unternehmen auch in Nürnberg Fuß fasst“. Es könne nicht angehen, dass in Deutschland Autofahrer ohne Qualifikationsnachweis und Versicherungsschutz Menschen gewerblich beförderten. Sicherheit und Schutz der Fahrgäste müssten oberste Priorität haben, findet Brehm.

Auch Katja Strohhacker, ebenfalls stellvertretende Vorsitzende der Rathaus-SPD, hält nichts von der Billig-Konkurrenz durch Uber. „Bestehenden Taxiunternehmen wird dadurch die Existenzgrundlage geraubt und der garantierte Verbraucherschutz ausgehöhlt“, schreibt die Stadträtin, die auch Mitglied der städtischen Taxi-Kommission ist.

Berechenbare Kosten

Sicher seien die Tarife dem einen oder anderen Fahrgast manchmal zu hoch. „Aber über die jetzigen Regelungen ist sichergestellt, dass immer ein Taxi fährt und die Kosten klar berechenbar sind.“

Brehm und Strohhacker wollen rechtlich prüfen lassen, ob es Möglichkeiten gibt, den Anbieter Uber in Nürnberg zu verbieten.

Bisher bietet das Unternehmen seine Dienste in Frankfurt, München, Hamburg und Berlin an. Die beiden letztgenannten Städte haben bereits ein Verbot verhängt – Uber hat jedoch jeweils Widerspruch eingelegt und kann nun weitermachen, bis die Gerichte über die Einsprüche entschieden haben. 

M.P. (Nürnberger Zeitung)

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