Technische Universität: SPD will "autoarmes" Stadtquartier

6.8.2018, 15:01 Uhr
Eine Brachfläche, die bald deutlich aufgewertet wird - das Areal an der Brunecker Straße

Eine Brachfläche, die bald deutlich aufgewertet wird - das Areal an der Brunecker Straße © Oliver Acker/digitale-luftbilder.de

6000 Studierende, 1500 Wohnungen im ersten Bauabschnitt am Hasenbuck, eine neue technische Hochschule, in der an intelligenten Mobilitätskonzepten geforscht wird. Ideale Voraussetzungen, so Stadträtin Christine Kayser, für bis zu zehn Prozent mehr Grün, wenn Parkplätze wegfallen beziehungsweise am Rand des Areals untergebracht werden.

"Die Füße, das Rad, Bus und Bahn", diese umweltfreundlichen Fortbewegungsmittel seien dem Auto weit überlegen, ist die Sozialdemokratin überzeugt. Gerade Studenten seien empfänglich für Neues, legten weniger Wert auf das Auto, als auf einen funktionierenden Nahverkehr und genug Fahrradwege. Einen Weg, die Menschen zu zwingen, ihr Auto abzuschaffen, gebe es ohnehin nicht.

Autoarm heißt also das Stichwort, von der Stadtverwaltung fordert die Rathaus-SPD ein entsprechendes Konzept nicht nur für die Brunecker Straße, sondern auch für das Neubaugebiet Tiefes Feld in Großreuth bei Schweinau. Unter anderem soll es ein Bewohner-Ticket geben, das verpflichtend gekauft werden muss. Dafür, so SPD–Stadtrat Thorsten Brehm, könne die Kommune den Stellplatzschlüssel in autoarmen Quartieren reduzieren, zugunsten des Grüns. Und die Uni könne neue Technologien quasi vor der Haustüre anwenden.

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