Tümmler & Co.: Wie (un)wohl fühlen sich Zootiere?

3.5.2016, 10:30 Uhr
Die Delfinlagune des Tiergartens ist bei den Zoobesuchern sehr beliebt. Wissenschaftler diskutieren am Mittwoch, ob es objektive Merkmale gibt, um festzustellen, wie sich die Tümmler in den Becken fühlen.

Die Delfinlagune des Tiergartens ist bei den Zoobesuchern sehr beliebt. Wissenschaftler diskutieren am Mittwoch, ob es objektive Merkmale gibt, um festzustellen, wie sich die Tümmler in den Becken fühlen. © Roland Fengler

Jetzt veranstaltet der Tiergarten Nürnberg am Mittwoch eine internationale Fachtagung, um objektive Kriterien für die Befindlichkeit von Zootieren zu finden - und damit die sehr emotionale Debatte zu versachlichen. Elf hochkarätige Referenten und 80 Teilnehmer aus Neuseeland, USA, Litauen, Türkei, Frankreich, Portugal und Deutschland  tauschen sich über ihre Forschungen und Erkenntnisse aus.

Dabei gibt es mitunter ganz überraschende Befunde: So hat ein Wissenschaftler herausgefunden, dass Legehennen unter einem entsetzlichen Stress leiden -  die höchsten Werte stammen aber nicht von Hühnern aus Legebatterien, sondern ausgerechnet von Geflügel, das im Freiland lebt. Dort fehlt den Hühnern der Schutz, was offenbar extreme Stresswerte zur Folge hat.

Ein anderer Forscher hat untersucht, wofür ein Schwein die meiste Energie investiert: um ein Schlammbad zu bekommen, um sich im trockenen Sand zu wälzen oder um zu einer Geschlechtspartnerin zu gelangen. Auf die Erkenntnisse dieses Fachmanns darf man gespannt sein.

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