Mittwoch, 14.04.2021

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Viel Arbeit für die Bundespolizei: Renitente Fahrgäste und zugedröhnte Schläger

Männer wehrten sich gegen Festnahmen - 05.03.2021 15:42 Uhr

Die Nürnberger Bundespolizei hatte viel zu tun. Gleich in vier Fällen musste sie sich am Donnerstag gegen Widerstände wehren. 

05.03.2021 © Michael Matejka


Von den vier Fällen fanden zwei in Nürnberg statt. Am Nachmittag saß ein 36-Jähriger in einem abfahrbereiten Zug in Nürnberger Hauptbahnhof. Der Mann trug keine Mund-Nase-Bedeckung und rauchte verbotswidrig im Zug eine Zigarette. Deshalb rief der Zugbegleiter die Beamten der Bundespolizeiinspektion zur Hilfe. Der uneinsichtige und extrem aggressive Mann beschimpfte die Beamten als Nazis und wollte ihnen nicht zur Dienststelle folgen. Nur mit vereinten Kräften konnten drei Polizisten den renitenten Mann fesseln und zur Inspektion bringen.

Bedrohung im Supermarkt

Am Abend bedrohte dann ein 25-Jähriger um 22.20 Uhr eine Frau in einem Supermarkt im Nürnberger Hauptbahnhof. Mitarbeiter der DB-Sicherheit hielten ihn bis zum Eintreffen der Bundespolizeistreife fest. Auf dem Weg zur Dienststelle der Bundespolizei versuchte er immer wieder, sich aus den Haltegriffen der Beamten zu befreien und ließ sich wiederholt zu Boden fallen. In den Diensträumen schlug er ständig mit dem Kopf gegen eine Sicherheitsglasscheibe und musste schließlich von vier Beamten am Boden festgehalten werden, bis ihm ein hinzugezogener Arzt ein Beruhigungsmittel verabreichte. Der Mann wurde in eine Nürnberger Klinik eingeliefert.

Mann schlug auf Beamtin ein

Die anderen Fälle spielten sich in Ingolstadt und Augsburg ab, wo die Nürnberger Bundespolizei ebenfalls Reviere hat. In Augsburg schlug ein Mann, der einen Joint geraucht hatte, auf eine Polizistin ein. Der Schläger wurde von der Streife zu Boden gebracht und gefesselt. Dabei trat er um sich und versuchte, die Beamten zu beißen. Erst mit Unterstützung einer Streife konnte der 29-Jährige in den Polizeigewahrsam gebracht werden. Er wird heute in Augsburg einem Richter vorgeführt. Ein Polizeibeamter musste den Dienst verletzt abbrechen.

Fünf Gramm Kokain

In Ingolstadt weigerte sich ein Fahrgast ohne Fahrschein, seine Personalien anzugeben. Als er daraufhin in der Dienststelle nach seinen Personaldokumenten durchsucht werden sollte, griff er die Beamten an und musste schließlich gefesselt werden. Bei der anschließenden Durchsuchung konnte ein Tütchen mit fast fünf Gramm Kokain aufgefunden werden.
Gegen die Täter leitete die Bundespolizei Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Beleidigung und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz ein.


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Marco Puschner

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