Mittwoch, 23.10.2019

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Viele Ideen zur Sanierung

Aufhübschung der Grünanlage an der Uhlandstraße sorgt für Diskussionsstoff - 18.08.2014 08:00 Uhr

Finger nach oben: Beim Vor-Ort-Termin in der Grünanlage Uhlandstraße hatten die Bürger und Anwohner jede Menge Fragen. © Thomas Susemihl


Bereits im Januar gab es auf Initiative des SPD-Ortsvereins Nordbahnhof ein öffentliches Treffen, das die Zukunft der 3350 Quadratmeter großen Grünanlage zum Thema hatte (wir berichteten). Auch beim jetzigen Rundgang von Sör waren wieder viele Anwohner dabei, die ihre Ideen und Wünsche einbrachten.

So stand an der Neubauseite in der Grolandstraße die Verkehrssituation im Fokus: Am Überweg zur Schule wird nach dem Umbau keine Ampel mehr stehen. Flankierend werden Tempo 10 eingeführt und auf allen Seiten Rampen installiert, um Raser zu stoppen, schildern die Sör- Mitarbeiter bei dem Rundgang. „Bis 2015 entstehen hier eine Spielstraße und neue Parkplätze“, erklärt Sör- Werkleiter Ronald Höfler.

In der Grünanlage selbst stehen bereits im Herbst erste Pflege- und Auslichtungsmaßnahmen an. Einige Interessierte werden hellhörig: Sollen etwa Bäume im Park gefällt werden? Der Leiter der Sör-Baumpflege, Karl Peßler, erklärt: „Fünf bis neun Bäume müssen weg.“ Man wolle Zug um Zug den Bestand umbauen, unterstreicht er.

So sei die Birke an der Grolandstraße abgestorben und könne in naher Zukunft umfallen. Überhaupt hätten sämtliche Birken in der Grünanlage eine pilzähnliche Krankheit.

Die Wurzeln einer Pappel beschädigen zudem an der Kobergerstraße den Gehweg. „Die vorhandenen Zedern, Eiben oder der Ahorn bleiben noch lange stehen“, verspricht Peßler, kann damit aber nur in Ansätzen die Wogen glätten.

Blühendes als Sichtschutz

Ob Sör neue Bäume pflanze, will eine Anwohnerin wissen: An der Grolandstraße plane man als Sichtschutz blühende Büsche, so Peßler. Apfel- oder Birnbäume könnten folgen.

Die Mauer an der Uhlandstraße, die einst zur hier beheimateten Blindenanstalt gehörte, werde nicht abgerissen, erläutert Sör kurz darauf. Das Gros der Anwohner freut das, doch es gibt auch Kritiker: Die Mauer sei eine „öffentliche Pinkelrinne“.

Auch das Reizthema „Hunde“ bleibt bei dem Rundgang nicht außen vor: „Die Grünanlage wird von Hundebesitzern dominiert. Überall liegt Kot, dies schreckt junge Familien ab“, klagt eine Anwohnerin. Höfler appelliert: „Erobern Sie die Grünanlage zurück.“ Man hoffe, dass künftig Menschen und Hunde den kleinen Park genießen können.

Bei der Frage, ob Bänke aufgestellt werden sollen, gehen die Meinungen auseinander. Einige Anwohner befürchten, dass dies Obdachlose anlocken könnte. Am Ende einigen sich alle auf zwei Standorte, an denen erst einmal beobachtet werden soll, ob die Bänke angenommen werden.

Anfang 2015 will Sör erneut die Bürger beteiligen und den Status quo betrachten. Mit der Resonanz ist Höfler von Sör am Ende des Spaziergangs zufrieden: „Es ist wichtig, dass man miteinander redet.“

THOMAS SUSEMIHL

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