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Vogel bleibt an der Spitze der Nürnberger SPD

Sozialdemokraten sprechen sich gegen Abriss des Quelle-Areals aus - 11.03.2013 07:00 Uhr

Vogel, der seit zehn Jahren amtiert, kann auch künftig auf ein eingespieltes Team setzen: Seine beiden Stellvertreter, Thorsten Brehm (88 Prozent) und Angelika Weikert (80 Prozent), wurden ebenfalls klar bestätigt. Vor ihnen liegt viel Arbeit: Gilt es doch, binnen eines Jahres drei Wahlkämpfe zu organisieren. Wobei es eine verschränkte Kampagne geben dürfte, wie OB Ulrich Maly in seinem Grußwort verdeutlichte: „Das wird kein getrennter Wahlkampf.“ Denn auf die Landtags- und Bundestagswahlen folgt nahtlos die Vorbereitung auf die Kommunalwahlen im März 2014.

Genossen im Casino

Im Juni lässt die SPD ihr kommunalpolitisches Wahlprogramm von einem Sonderparteitag beschließen, bereits vorher dürfte Amtsinhaber Maly als OB-Kandidat offiziell für eine dritte Amtszeit nominiert werden. Parteichef Vogel und Stadtoberhaupt Maly beschworen unisono den symbolischen Charakter des Tagungsortes: Die SPD-Delegierten aus den 38 Ortsvereinen und den Arbeitsgemeinschaften trafen sich im ehemaligen Quelle-Casino an der Wandererstraße. „Wir stehen für neues Leben hier auf Quelle“, sagte Vogel und setzt dabei auf einen Mix aus universitären Einrichtungen, Einkaufsmöglichkeiten, Freizeit und Schule. Für das denkmalgeschützte Ensemble „einfach die Abrissbirne zu fordern, ist zu wenig“, erteilte er einem entsprechenden CSU-Vorschlag eine klare Absage.  Weiteres Thema war die Verkehrsentwicklung Nürnbergs.

Christian Vogel. © Gerullis


Das sieht auch OB Maly so. Er verwies auf das „wahnsinnige Potenzial“ des gesamten Areals. Allerdings müsse es zunächst gelingen, „die schwierigen Eigentumsverhältnisse zu lösen“. Maly skizzierte auch gleich eine mögliche Wahlkampflinie, indem er die Delegierten daran erinnerte, „dass wir Sozis dazu neigen, die Welt manchmal etwas problembeladen zu sehen — wir sollten uns aber auch auf den Möglichkeitsüberschuss konzentrieren“. Wie beispielsweise der Blick auf die andere Seite der Fürther Straße, auf AEG, beweise, berge der Wandel auch Chancen.

Wohnungsmarkt im Blick

Parteichef Vogel wies aber auch auf aktuelle Probleme in der Stadt hin: Der Leitantrag des Unterbezirksvorstandes befasste sich denn auch mit dem angespannten Mietmarkt in der Stadt . Deshalb solle unter anderem der soziale Wohnungsbau aus seinem Nischendasein herausgeholt werden und auch der Genossenschaftsgedanke wieder belebt werden.

Entschieden wies Vogel die Kritik des Geschäftsführers des Haus- und Grundbesitzervereins zurück, der Nürnberg keinen überhitzten Mietmarkt attestieren will: „Das sind Aussagen, die an Zynismus nicht zu übertreffen sind“. Der Leitantrag wurde einstimmig befürwortet. 

MICHAEL HUSAREK

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