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Von Bamberg bis Nürnberg: Das sind Frankens beliebteste Fußgängerzonen

Die Neuhauser Straße in München belegt deutschlandweit Platz eins - 13.06.2019 19:07 Uhr

Vor allem an Samstagen ist in Frankens Fußgängerzonen richtig viel los. © Stefan Hippel


Konkurrenzlos auf Platz eins im Ranking liegt zunächst die Landeshauptstadt München: Die dortige Fußgängerzone Neuhauser Straße ist mit großem Abstand die belebteste Einkaufstraße der Republik. Das ermittelte das international tätige Maklerunternehmen Engel und Völkers Commercial mit Hilfe von Laserzählungen im vergangenen Monat. Die Auswertung von Zählern in 55 Einkaufsstraßen in 29 Städten ergab, dass die Neuhauser Straße in München mit durchschnittlich 5.049 Passanten an einem Dienstag und durchschnittlich 11.256 am Samstag weit vor allen anderen bekannten Einkaufsstraßen in Deutschland rangiert.

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Geschäfte gab es hier schon immer. Aber die Schwabacher Straße war auch eine Hauptverkehrsstraße, als der erste Abschnitt 1975 zur Fußgängerzone erklärt wurde. Zehn Jahre später zog sich die Fußgängerzone bis zum Kohlenmarkt. Die Rudolf-Breitscheid-Straße am Modehaus Fiedler mussten sich Fußgänger hingegen noch länger mit den Autos teilen - bis die Neue Mitte entstand.


Frankens beliebteste Fußgängerzonen wirken da erst einmal recht abgeschlagen. Bei den Dienstagsmessungen kann zumindest Würzburg mit der Schönbornstraße Platz 15 erobern (2.430 Passanten pro Stunde). Nürnberg kommt in diesem Ranking insgesamt drei Mal vor: mit der Karolinenstraße, der Breiten Gasse und der Kaiserstraße, auf den Plätzen 19, 30 und 51. Der Grüne Markt in Bamberg landete am Dienstag auf Platz 32 und damit vor der Bürgermeister-Fischer-Straße in Augsburg (Platz 36). Auf Platz 54 findet sich noch einmal München mit seiner Schützenstraße.

Franken: Großer Andrang am Samstag

An Samstagen sieht es da schon ganz anders aus: Stolze 4.883 Passanten pro Stunde zählt da die Nürnberger Karolinenstraße. Damit kann sich die Einkaufmeile am Haupteinkaufstag auf Platz zwölf des bundesweiten Rankings vorschieben. In der Würzburger Schönbornstraße und der Breiten Gasse in Nürnberg herrscht ähnlich dichter Fußgängerbetrieb bei 3.942 beziehungsweise 3.915 Passanten je Stunde. Die Straßen belegen damit die Plätze 22 und 23.

Insgesamt ist die Passantenfrequenz in deutschen Einkaufstraßen am Samstag um 88,4 Prozent höher als am Dienstag. An den zehn untersuchten Standorten wurden überdurchschnittliche Frequenzzahlen zwischen 18 und 20 Uhr registriert. Demgegenüber haben sich beispielsweise die Werte in Bamberg (Grüner Markt), in Mainz (Schusterstraße) oder in Erfurt (Schlösserstraße) in diesem Zeitraum nahezu halbiert. "Das führen wir unter anderem auf die Geschäftsöffnungszeiten und die unterschiedlichen Gastronomieangebote in den Einkaufslagen zurück", so Kraul.

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Betrachtet wurden die mittels Lasermessgeräten erfassten Passantenzahlen zwischen 10 bis 20 Uhr an allen Dienstagen und Samstagen im Mai 2019. Der aus der mehrtägigen Auswertung gebildete Durchschnittswert pro Stunde schließt nach Angaben von Florial Kraul von Engel & Völkers Commercial in Hamburg aus, dass Einflussfaktoren wie Wetter oder Veranstaltungen die Ergebnisse wie bei den bisherigen Handzählungen überproportional beeinflussten.

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Ralf Müller/lip

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