Warum jeder Euro in Kultur gut investiert ist

24.5.2017, 18:32 Uhr

© Horst Linke

Darüber diskutierten Steffen Radlmaier, Birgit Ruf und Katharina Erlenwein von der NN-Kulturredaktion mit Steffen Zimmermann vom Z-Bau, Ingrid Bierer von den Städtischen Museen Nürnberg und Konzertveranstalter Peter Harasim. Immerhin scheint das Thema Kultur von großem Interesse zu sein: Das Nürnberger Innovationslabor „Josephs“ war vollbesetzt.

Ohne Kunst und Kultur geht im Leben gar nichts, darüber war man sich auf dem Podium und im Publikum einig. „Jeder Euro in die Museen ist gut angelegt. Sie dokumentieren unsere Vergangenheit, Gegenwart und weisen in die Zukunft“, sagte zum Beispiel Peter Harasim vom Concertbüro Franken (CBF), der seit Jahren beklagt, dass die Stadt Nürnberg das CBF nicht subventioniert.

Doch auch die städtischen Museen müssen mit wenigen Mitteln auskommen. „Unsere finanziellen und personellen Ressourcen sind knapp“, sagte Direktorin Ingrid Bierer, die sich jedoch nicht beschweren will, sondern sich lieber mit den Gegebenheiten abfindet. Nürnberg investiere ohnehin vergleichsweise viel in die Kultur.

Auch wenn im Zuge des Haushalt-Sparpakets die Kultur abermals Geld einsparen muss, was derzeit wieder - nach dem Prinzip Rasenmäher – zahlreiche Einrichtungen trifft.

Trotzdem gibt es auch beeindruckende Zahlen zu vermelden: In den kommenden Jahren investiert die Stadt Nürnberg 94,3 Millionen Euro in Kulturbauten wie das Opernhaus, den Z-Bau oder das Künstlerhaus.

Außerdem will die Noris bekanntlich Kulturhauptstadt 2025 werden. Dafür brauche es aber – so lauteten Forderungen aus dem Publikum – zwingend mehr Ideen, wie man die Bevölkerung emotional für das Vorhaben begeistern kann. „Und die Stadt braucht Mut und muss Schwerpunkte setzen“, meinte Steffen Zimmermann vom Z-Bau.

Fazit: Kultur ist ein Standort- und Wirtschaftsfaktor, spült Touristen in die Stadt, erfüllt einen Bildungsauftrag und ist für viele schlicht ein Lebenselixier.

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