Sonntag, 28.02.2021

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Wohnen in Nürnberg, Fürth und Erlangen geht ins Geld

Immobilienboom im Städtedreieck - Kaufpreise haben sich teilweise verdoppelt - 11.12.2016 06:00 Uhr

Zuzug sorgt dafür, dass der Wohnraum in Nürnberg, Fürth und Erlangen heiß begehrt ist.

10.12.2016 © Petra Schüller


Die Mieten stiegen ebenfalls kräftig. Zwischen 15 und 28 Prozent zogen sie seit 2011 an. Wer 2011 in Nürnberg eine Wohnung oder ein Haus gekauft hat, musste durchschnittlich 1576 Euro für den Quadratmeter zahlen, in diesem Jahr waren es schon 3088 Euro, heißt es in einer Pressemitteilung des Nürnberger Immobilienportals.

Kommen, staunen, bleiben – diesem Leitspruch der Metropolregion Nürnberg folgen immer mehr Menschen. Die attraktive Lage des Städtedreiecks im Herzen Europas lockt – verbunden mit einer guten Infrastruktur – Hightech-Unternehmen und innovative Start-ups in die Region. Mit ihnen kommen zahlreiche Akademiker und gut verdienende IT-Kräfte. Die steigende Popularität und die wachsenden Einwohnerzahlen haben auch die Preise in Erlangen und Fürth deutlich ansteigen lassen. Die Daten der Analyse des Immobilienportals beziehen sich jeweils auf die in den ersten drei Quartalen der Jahre 2011 und 2016 bei Immowelt inserierten Angebote.

In Erlangen müssen Kaufwillige derzeit mit Quadratmeterpreisen von 3489 Euro kalkulieren. Das sind 58 Prozent mehr als 2011. Auch Fürth wird immer beliebter, was sich innerhalb der vergangenen fünf Jahre mit einem Plus von 68 Prozent auf die Preisentwicklung ausgewirkt hat. Inzwischen liegt der Quadratmeterpreis für Eigentum in Fürth im Durchschnitt bei 2885 Euro.

Nachfrage nach exklusiven Neubauwohnungen groß

Verantwortlich für die Preissprünge im Städtedreieck sind vor allem viele exklusive Neubauwohnungen, die in den letzten Jahren auf den Markt kamen. Doch noch immer übersteigt die Nachfrage das Angebot. Denn angesichts niedriger Zinsen und steigender Mieten sind Wohnungen und Einfamilienhäuser im Großraum ein begehrtes Investitionsobjekt. Mit einer solchen Entwicklung hat vor wenigen Jahren noch kaum jemand gerechnet.

Auch die Mieten wurden in Nürnberg, Fürth und Erlangen deutlich teurer - wenn auch nicht in demselben Maße. Der geringste Anstieg im Vergleich der drei Nachbarstädte ist mit 15 Prozent in Erlangen zu verzeichnen. Die Mieten sind dort allerdings noch immer am höchsten: Pro Quadratmeter werden in Bayerns kleinster Großstadt durchschnittlich 10 Euro verlangt, 2011 waren es noch 8,70 Euro. Der permanente Bevölkerungszuwachs in Fürth ließ die Mieten innerhalb der vergangenen fünf Jahre um 26 Prozent in die Höhe schnellen.

Die vom Amt für Stadtforschung seit 2011 jährlich fast 2000 verzeichneten Neu-Fürther wohnen im Vergleich zu Erlangen mit 8,60 Euro pro Quadratmeter aber noch relativ günstig. Auch in Nürnberg müssen Mieter mit 9,10 Euro über ein Viertel mehr bezahlen als vor fünf Jahren. Datenbasis für die Berechnung der Preise in Nürnberg, Fürth und Erlangen waren 56 600 Angebote. Die Preise sind jeweils Angebots-, keine Abschlusspreise. Bei den Mieten handelt es sich um angebotene Nettokaltmieten bei Neuvermietung.

fis

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