Zu House-Klängen für den guten Zweck gerockt

18.1.2011, 09:00 Uhr
Organisatorin Kerstin Jehle, Thorsten Weber alias DJ Rewerb und CSU-Stadträtin Kerstin Böhm bei der „Black and White Night 2011“.

Organisatorin Kerstin Jehle, Thorsten Weber alias DJ Rewerb und CSU-Stadträtin Kerstin Böhm bei der „Black and White Night 2011“. © Karlheinz Daut

Tanzen und Gutes tun: Das ungewöhnliche Konzept ging am Freitagabend in der „Indabahn“ erneut auf. Nach der ausverkauften „VIP Meet & Greet Pre-Party“ mit Fingerfood und Häppchen legte der in Musikkreisen bestens bekannte Thorsten Weber alias DJ Rewerb bei der anschließenden House-Party flotte Beats auf. Und spätestens bei der Darbietung von Live-Drummer André Bayer, der die Klänge mit seinem Schlagzeug gekonnt untermalte, zog es auch den letzten Gast auf die Tanzfläche.

Dass Schirmherr Max Müller, Olympiasieger und Hockeyspieler der Deutschen Nationalmannschaft, kurzfristig absagen musste, wurde von den Gästen einstimmig entschuldigt. Schließlich hatte die Absage Müllers einen sportlichen Hintergrund. Ganz im Zeichen des Sports stand auch die Performance der „Hoopin-Dancer“, die bewiesen, dass Hula-Hoop-Reifen ihr Comeback verdienen.

Über 9000 Euro gesammelt

Durch die Einnahmen der Pre-Party kamen am Ende etwas mehr als 9000 Euro zusammen, das Geld kommt der Aktion „Hinein in den Sportverein“ der Stadt Nürnberg zugute. „Bereits jedes vierte Kind in Nürnberg ist von Armut betroffen“, bemerkte Jehle. „Wir möchten Kindern, deren Eltern dazu nicht in der Lage sind, Perspektiven eröffnen.“ Mit dem Projekt, einer Kooperation von Stadt, Bayerischem Landes-Sportverband, Sportkreis und Sportjugend Nürnberg, sollen Kinder aus einkommensschwachen Familien die Möglichkeit erhalten, einem Sportverein beizutreten.

Sie sind am Werk, wenn die Sonne in der Stadt untergeht: In seiner Ausstellung zeigt Fotograf Torsten Hönig „Menschen der Nacht“ in Nürnberg.

Sie sind am Werk, wenn die Sonne in der Stadt untergeht: In seiner Ausstellung zeigt Fotograf Torsten Hönig „Menschen der Nacht“ in Nürnberg. © Eduard Weigert

Wenn in der Stadt die Sonne untergeht, sind sie am Werk: Musiker, Barfrauen, DJs, aber auch Veranstalter, Organisatoren oder Radiomoderatoren. In Zusammenarbeit mit dem Szene-Heft Curt hat Torsten Hönig viele von ihnen fotografiert. Ganz unverfälscht – bei den Porträts wurde auf zusätzliches Make-up und Kleidung bewusst verzichtet. Lediglich Lieblingsaccessoires waren erlaubt, um die Individualität des Einzelnen zu unterstreichen. „Dass ich die Hüllen fallen lassen musste, habe ich erst beim Fotoshooting erfahren“, erzählt Eventmanagerin Elnaz Amiraslani. „So schlimm war es dann aber gar nicht, richtig nackt war keiner von uns“, verrät sie.

Dankeschön an Freunde und Fans

Ab Mittwoch ist ihr Porträt neben denen von Gerald Kappler (Funkhaus), Steffen Zimmermann (Muz Club), Holger Watzka (E-Werk) und vielen anderen mehr in der „Indabahn“ zu sehen. Ab 22 Uhr feiert das Curt-Team dort die 150. Ausgabe des Magazins in Nürnberg und möchte sich mit der Ausstellung bei Freunden und Fans bedanken. Dafür hat übrigens auch das Team selbst die Hüllen fallen lassen...mai

Wahrsagerin Lilo von Kiesenwetter gewährte Besuchern des Franken-Centers in Langwasser Anfang Januar einen Blick in ihre Zukunft: Was bringt das Jahr 2011 in Sachen Liebe, Karriere und Geld? In einer Hinsicht hatte die Seherin auf jedem Fall recht: Sie machte die Neugierigen zu edlen Spendern. Mindestens fünf Euro sollten Interessierte für den Blick in die Sterne riskieren: Der Erlös wurde für die Spendenaktion „Freude für alle“ der Nürnberger Nachrichten gesammelt. Innerhalb von drei Tagen kamen so 816 Euro zusammen. Lilo von Kiesenwetter fand die Aktion selbst so gut, dass sie die Summe um weitere 500 Euro aufstockte. Franken-Center-Manager Helmut Hantke konnte jetzt 1316 Euro an die NN-Aktion übergeben. die umgehend an Bedürftige weitergeleitet werden.

Christa Villareal-Ramos, Mitarbeiterin des N-Ergie-Tochterunternehmens implea Plus, erzählt ehrenamtlich gerne Märchen. Weil sie eines Tages als Erzählerin im Paritätischen Kindergarten Kunterbunt in der Schwabacher Straße zu Gast war, gewährte ihr der Arbeitgeber 150 Euro. Dieses Geld gab sie umgehend an den Kindergarten weiter. Mit dem Betrag sollen Bilderbücher für die Kleinen angeschafft werden. N-Ergie und ihre Tochterunternehmen unterstützen auf diese Weise Mitarbeiter, die ehrenamtlich tätig sind. Bisher wurden fünf Aktionen unterstützt: Schulungen zu Energiethemen für freiwillige Feuerwehren in der Region, Verbesserungen an den Elektro- und Hausinstallationen in Vereinskästen, der Schutz der Artenvielfalt durch den Bau von Nistkästen und Insektenhäusern, Energie-Märchen und die Aktion „Eltern als Lehrer“.