Waldumbau

46000 Bäumchen für die Zukunft

vnp

3.8.2022, 06:00 Uhr
Michael Gaham und Sören Bernhardt stellen das „Nelderrad“ vor, ganz rechts ist Revierleiter Markus Stapff zu sehen.
 

© AELF-RWW Michael Gaham und Sören Bernhardt stellen das „Nelderrad“ vor, ganz rechts ist Revierleiter Markus Stapff zu sehen.  

Im Zuge des Projekts wurden 46000 Bäume auf einer Fläche von sieben Hektar gepflanzt. Dabei wurde vor allem auf zukunftsfähige Baumarten gesetzt. Peter Tretter, Abteilungsleiter Forst in der Außenstelle Hersbruck, begrüßte die Teilnehmenden und betonte dabei, wie wichtig der Waldumbau in Zeiten des Klimawandels ist und wie groß die damit einhergehenden Herausforderungen für die Waldbesitzenden sind.

Danach ging es für die Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung zu den Umbauflächen.
Auf dem Weg zu den verschiedenen Stationen konnten die bereits gepflanzten Baumarten begutachtet werden. Allen voran gaben die Rotbuchen, welche ohne Schutzmaßnahmen in die Bestände eingebracht wurden, ein beeindruckendes und einprägsames Bild in den zumeist von Fichten und Kiefern dominierten Waldflächen ab.

Guter Draht zum Jagdpächter

Dass diese Art der Verjüngung und Einbringung neuer Baumarten nur aufgrund guter Zusammenarbeit mit dem zuständigen Jagdpächter Bleisteiner möglich ist, stellte Markus Stapff, Revierleiter des Forstreviers Henfenfeld, klar. Eine engagierte Schwerpunktbejagung auf den Pflanzflächen sorgt für wenig Verbiss durch das Wild.

Insgesamt wurden im vergangenen Frühjahr rund 46000 Bäumchen, die Masse Buchen, aber darunter auch seltene Mischbaumarten wie Elsbeere und Vogelkirsche, auf sieben Hektar im Privat- und Kirchenwald gepflanzt.
Jonas Trummer von der Forstbetriebsgemeinschaft Nürnberger Land gab einen kurzen Überblick, wie die FBG den Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern bei der herausfordernden Aufgabe, die Wälder zu bewirtschaften, unter die Arme greifen kann.
Forstreferendar Christian Winter erläuterte, wie wichtig eine gründliche Ansprache des forstlichen Standorts (Geologie, Boden, Klima) und dessen Auswirkungen auf Wasser-, Nährstoff- und Lufthaushalt zur Risikoabschätzung sind. Nach angeregten Diskussionen insbesondere über die Baumartenwahl der Zukunft, wurde der Waldbegang mit der Besichtigung eines alternativen Pflanzverbandes, dem „Nelderrad“, mit Einzelschutz aus Holz abgerundet.

Es werden mehr

Am Ende der rund zweistündigen Veranstaltung verabschiedeten Tretter und die beiden Projektkräfte Michael Gaham und Sören Bernhardt die 26 Besucher und Besucherinnen mit dem Appell, sich rechtzeitig mit dem Waldumbau zu befassen. Die Resonanz war laut Pressemitteilung des Landwirtschaftsamts sehr positiv: Im Herbst werden weitere Flächen im Privatwald zu dem Projekt dazukommen.
Interessierte Waldbesitzende können sich über Tel. 09171/8422068 oder 0160/5842106 informieren und sich durch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten beraten lassen.

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