Jubiläumsabend

Hartmannshof feiert 50 Jahre Sängerhalle

Reiner Utz

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11.11.2022, 19:00 Uhr
Fünfzig Jahre alt ist die Sängerhalle in Hartmannshof schon und war Zeuge von vielen musikalischen Ereignissen.
 

© privat Fünfzig Jahre alt ist die Sängerhalle in Hartmannshof schon und war Zeuge von vielen musikalischen Ereignissen.  

Eingeladen dazu sind neben Ehrengästen die örtlichen und sonstige befreundete Vereine sowie die gesamte Bevölkerung von Hartmannshof und Umgebung.

In den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts hatte der MGV 1864 Hartmannshof mit seinem vielseitigen Vereinsleben (Gemischter Chor, Männerchor, Musizieren, Theaterspielen) keinerlei Nachwuchsprobleme. Probleme gab es vielmehr mit den Räumlichkeiten im Vereinslokal; sie wurden nicht mehr den Ansprüchen der stattlichen Chöre gerecht. 1965 beschloss der Verwaltungsrat des Vereins daher einstimmig, das Projekt „Sängerhalle“ in Angriff zu nehmen.

Im Juli 1965 entschied der Gemeinderat Hartmannshof, ein Grundstück an der Waizenfelder Straße dem MGV auf Erbpachtrecht zur Verfügung zu stellen. Im Juli 1966 war Baubeginn.
Die Bauarbeiten wurden vor allem in Eigenleistung der Vereinsmitglieder ohne Baufirma durchgeführt. Eine wesentliche Unterstützung gab es aber durch die örtliche Firma Sebald in Form von Maschinen- und Materialeinsatz. Im September 1968 wurde der Rohbau schließlich fertiggestellt.

Auch beim Innenausbau legten Sangesbrüder sowie Freunde und Gönner – je nach Eignung und Neigung – in außergewöhnlichem Maße Hand an. Am 10. Dezember 1972 fand mit der Seniorenweihnachtsfeier der damals noch selbständigen Gemeinde Hartmannshof die erste Veranstaltung statt.

Über 34.000 Arbeitsstunden

Die freiwilligen Leistungen der Helferinnen und Helfer summierten sich in den Jahren auf insgesamt 34.543 Arbeitsstunden. Daran beteiligt waren 129 Personen, welche zwischen fünf und 2.600 Stunden ihrer Freizeit opferten.

Aber nach dem Schaffen hieß es, das Geschaffene zu beleben und zu bewahren. Die Sängerhalle hat sich in den fünf Jahrzehnten als Veranstaltungsort einen Namen gemacht.
Unzählige Faschingsbälle sind Jung und Alt in sehr guter Erinnerung. Von Laiendarbietungen bis zu Gastspielen hochkarätiger Stars aus dem Musik- und Kabarettbereich haben diese Mauern schon alles erlebt.

Betrieb durch Ehrenamtliche

Aber durch verändertes Publikumsverhalten und gestiegener Konkurrenz im Umland, können heute nur noch kleinere Brötchen gebacken werden. In den gesamten 50 Jahren von 1972 bis heute wird die Sängerhalle vom Verein in Eigenleistung bewirtschaftet und unterhalten. Unzählige Mitglieder und Freunde des Vereins engagieren sich ehrenamtlich in den vielfältigen Tätigkeiten, die ein solches Bauwerk abverlangt. Bei allen Veranstaltungen sorgen Küchen-, Bedienungs- und sonstiges Servicepersonal dafür, dass sich die Gäste wohlfühlen.

Anstehende Reparatur- oder Renovierungsarbeiten fordern die Geschicke der Helfer in den verschiedensten handwerklichen Bereichen. So konnte die Sängerhalle in einem tadellosen Zustand gehalten werden. Wegen der ehrenamtlichen Bewirtschaftung konnte der MGV mit seinem Sängerhallenbetrieb alle finanziellen Forderungen sowie die laufenden Betriebskosten und Investitionen gut schultern.

Zwei Garanten für den Erfolg

Wer heute auf die Geschichte der Sängerhalle zurückgeblickt, sollte nicht versäumen, an zwei Männer zu erinnern: die bereits verstorbenen Ehrenvorsitzenden Hans Quenzler und Hort Volkert.

Unter der Regie von Hans Quenzler wurde die Sängerhalle geplant, gebaut und in Betrieb genommen. Er war Frontmann und Garant für das Gelingen des gesamten Projektes „Sängerhalle“. Horst Volkert war Hauptakteur beim Betrieb dieses mächtigen Vereinsheimes. Seine fachliche Kompetenz war für die laufende Instandhaltung Gold wert. Aber die Zeiten sind schwieriger geworden. Es bleibt zu hoffen, dass die Sängerhalle weiterhin als ein Kulturzentrum unserer Region betrieben werden kann.

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