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Sonntag, 25.10.2020

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Nürnberg: Drohne kommt Passagierflugzeug gefährlich nahe

Gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr - Polizei bittet um Zeugen - 19.09.2020 11:00 Uhr

Am Montagabend gegen 19.45 Uhr begann ein Flugzeug aus Heraklion, Griechenland, den Landeanflug auf den Nürnberger Flughafen. Die Boeing 737 mit 149 Personen an Bord überflog die Gemeindebereiche zwischen Puschendorf, Veitsbronn und Langenzenn westlich des Airports, als die Besatzung etwa 700 Meter über dem Boden eine Drohne bemerkte. Diese hatte eine eigene Positionsbeleuchtung und kam mit einem Abstand von nur 50 Metern dem Flugzeug gefährlich nahe. Zu einem Zusammenstoß kam es nicht - der Pilot konnte das Flugzeug wie geplant landen.


Drohne fliegt über private Grundstücke: "War es ein Spähangriff?"


Die Drohne flog ohne Erlaubnis im kontrollierten Flugraum des Flughafens in enormer Höhe. Die maximal erlaubte Höhe liegt bei 100 Metern, ein Drohnenflug in einem Umkreis von 1,5 Kilometern von Landebahnen und Flugplätzen ist aber gar nicht gestattet. Die Nürnberger Kripo leitete ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr ein. Die sofort eingeleitete Fahndung nach dem Betreiber der Drohne verlief erfolglos.

Die Polizei sucht nun Zeugen, die am Montag (14. September) zwischen 19:00 Uhr und 20:30 Uhr im Bereich der Ortschaften Puschendorf, Veitsbronn, Tuchenbach oder Langenzenn eine Person bemerkt hat, die eine Drohne steigen ließ. Wer hat andere verdächtige Wahrnehmungen in dem Bereich gemacht? Wer hat Filmaufnahmen gesehen, die bei dem Vorfall durch die Drohne aufgenommen wurden? Wurde die Landung der besagten Verkehrsmaschine und der Zwischenfall mit der Drohne durch eine dritte Person wahrgenommen oder gefilmt? Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, sich mit dem KDD Mittelfranken unter der Telefonnummer 0911/2112-3333 in Verbindung zu setzen.


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