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Nürnberger Conrad-Filiale schließt: Wie geht es jetzt weiter?

Laut Wirtschaftsreferent Michel Fraas sind verschiedene Optionen denkbar - 24.02.2021 14:50 Uhr

Voraussichtlich Mitte November wird Conrad Electronic seinen Standort in Nürnberg verlassen.

15.01.2021 © Stefan Hippel


Die Tage sind gezählt: Über viele Jahre war die Conrad-Filiale in der Fürther Straße der Anziehungspunkt für Bastler und Tüftler. Sie alle müssen sich nun nach Alternativen umsehen, wenn der Elektronikkonzern seine Zelte in Nürnberg abbricht. Wie es mit dem Grundstück weitergeht, ist momentan noch nicht entschieden.

"Die Immobilie an der Fürther Straße 212 gehört einem Immobilienunternehmen aus Süddeutschland", sagt Wirtschaftsreferent Michael Fraas. "Konkrete Planungen des Eigentümers oder interessierter Investoren sind bislang nicht bekannt."

Vor allem bei Tüftlern und Bastlern war die Conrad-Filiale in der Fürther Straße sehr beliebt.

15.01.2021 © Roland Fengler


Da kein Bebauungsplan vorliegt, wird laut Fraas am näheren Umfeld auszurichten sein, wie das Grundstück in Zukunft genutzt wird. Er kann sich gut vorstellen, dass der Standort als Teil des Gewerbegebiets Muggenhof etwa für moderne Dienstleistungsunternehmen, für Forschung und hochschulaffine Nutzungen, möglicherweise aber auch für "stille" produzierende Unternehmen attraktiv sei.

Räumliche Nähe zum AEG-Areal

Bei der Frage, wie das Areal künftig genutzt werden könnte, spielt laut Fraas auch die räumliche Nähe zum AEG-Areal eine Rolle, das sich in den vergangenen Jahren zu einem ausgezeichneten Forschungs- und Innovationsstandort entwickelt habe. Dabei verweist der Wirtschaftsreferent unter anderem auf den Energie Campus Nürnberg, Nuremberg Campus of Technology oder das mit städtischer Förderung demnächst dort entstehende neue Gründer- und Innovationszentrum N-Kubator für Energie, Nachhaltigkeit und Greentech.

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Die Ansiedlung ergänzender Dienstleistungen im Umfeld würde den Gewerbestandort nördlich der Fürther Straße nach Ansicht des Wirtschaftsreferenten insgesamt weiter aufwerten. "In diesem Sinne ist auch der Bau einer Kindertagesstätte vorstellbar, sofern Bedarf gegeben ist", erklärt Fraas auf Anfrage. In Nürnberg sind seit geraumer Zeit mehrere Trägervereine von Kindertagesstätten - darunter etwa die Johannisbären aus dem Stadtteil St. Johannis - auf der Suche nach einer neuen Bleibe.

U-Bahn vor der Haustüre

Einen großen Vorteil des Standorts in der Fürther Straße sieht Fraas in der unmittelbaren Nähe zum U-Bahnhof Eberhardshof. Nun sollen zunächst aber erst einmal Gespräche mit dem süddeutschen Immobilienunternehmen geführt werden, kündigt Fraas an.

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