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Nürnberger Trägerin des Bundesverdienstkreuzes gestorben

Gertrud Steinl hatte zur NS-Zeit eine Jüdin versteckt gehalten - 21.03.2020 12:33 Uhr

Ein Bild aus dem Jahr 2019: Gertrud Steinl erhält von Staatssekretärin Anna Stolz (l.) und Oberbürgermeister Ulrich Maly das Bundesverdienstkreuz am Bande.


Während der NS-Zeit habe Gertrud Steinl "Mut und Zivilcourage bewiesen", schreibt die Stadt Nürnberg in der Traueranzeige für ihre Bürgerin, die am 17.3.2020 verstorben ist. "Mit ihrem selbstlosen Einsatz ist Gertrud Steinl ein Vorbild für uns alle", heißt es dort weiter.

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Steinl hatte während der NS-Zeit eine junge Jüdin aus Polen in ihrem Elternhaus versteckt gehalten und sie so vor den Nationalsozialisten gerettet. Erst im vergangenen Jahr wurde sie dafür mit dem Verdienstkreuz am Bandes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschlands ausgezeichnet.

Letzte "Gerechte unter den Völkern" Deutschlands

Steinl, die 1922 geboren wurde, ist auch von der Shoa-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem für ihren Mut und ihre Menschlichkeit im Angesicht des Nationalsozialismus geehrt worden. Als "Gerechte unter den Völkern" werden nicht-jüdische Menschen geehrt, die unter Gefahr für ihr eigenes Leben Juden vor der Verfolgung durch die Nazis retteten. Mit Gertrud Steinl ist nun die letzte "Gerechte unter den Völkern" Deutschlands verstorben, wie die Deutsch-Israelische Gesellschaft in einer Traueranzeige schreibt.

Gertrud Steinl starb in Nürnberg einen Tag vor ihrem 98. Geburtstag. Wie es in der Traueranzeige der Stadt heißt: "Die Stadt Nürnberg wird ihr stets ein ehrendes Gedenken bewahren."

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