Freitag, 05.03.2021

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Razzia gegen Kinderpornografie: Zahlreiche Wohnungen in Bayern durchsucht

Ermittler stellten deutschlandweit fast 3000 Datenträger sicher - 27.01.2021 16:57 Uhr

Die Polizei hatte am Dienstag mit mehr als tausend Beamten 75 Objekte in zehn Bundesländern durchsucht, darunter an 15 Orten in Bayern. Die Aktion richtete sich gegen 66 Tatverdächtige, die kinderpornografische Inhalte besessen und verbreitet haben sollen. Insgesamt wurden 2900 Datenträger mit einem Speichervolumen von 40 Terabyte sichergestellt. Darunter seien auch mehr als 170 Mobiltelefone, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Köln mit.


Nach Missbrauchsfall in Ansbach: Polizei sucht mögliche weitere Opfer


In Bayern durchsuchte die Polizei 15 Wohnanschriften, mehrere davon in Franken: In Ansbach nahm das Jugendamt etwa einen 13-jährigen Jungen in Obhut, der sich in der Wohnung eines Beschuldigten aufhielt. In welchem Verhältnis der Junge zu dem Mann steht, ist noch nicht klar. Auch in Schweinfurt rückten die Einsatzkräfte an. Darüber hinaus wurde im Freistaat in Rosenheim, Abensberg, Arnstorf, Fürstenfeldbruck, Immenstadt im Allgäu, Lichtenfels, Litzendorf, München, Schernfeld, Schnaitsee, Schweinfurt, Straubing und Waldmünchen Material sichergestellt.

Hunde spürten versteckte Datenspeicher auf

An zahlreichen Wohnungen waren auch Spezialeinheiten im Einsatz. Acht Diensthunde spürten etwa versteckte Datenspeicher auf. "Einige der Beschuldigten lassen sich zu den Tatvorwürfen ein", teilte die Polizei in Köln mit.

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Es war bereits der zweite bundesweite Großeinsatz der Ermittlungsgruppe "Berg" der Kölner Polizei im Fall Bergisch Gladbach. Die Verfahren ergaben sich aus den seit 15 Monaten dauernden Ermittlungen rund um den Kindesmissbrauchskomplex Bergisch Gladbach. Im Haus eines Mannes aus Bergisch Gladbach waren Unmengen kinderpornografischer Daten gefunden und Hunderte weitere Verdächtige ermittelt worden. Im vergangenen September wurden in zwölf Bundesländern 60 Anschriften von rund 50 Beschuldigten von rund 1000 Einsatzkräften durchsucht.

dpa, jru

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