Sie wollte nicht einmal Finderlohn

Rentner verliert 2600 Euro in Cafe - aber eine ehrliche Finderin gibt alles zurück

ama

Online-Redaktion

11.5.2022, 19:46 Uhr
Insgesamt 2600 Euro waren in einem Geldbeutel, den eine Frau in Regensburg fand. (Symbolbild)

© IMAGO/Fotostand / K. Schmitt Insgesamt 2600 Euro waren in einem Geldbeutel, den eine Frau in Regensburg fand. (Symbolbild)

Einen solchen Fall hat auch die Bundespolizei nicht alle Tage: Am Samstag hatte eine 59-Jährige in Regensburg einen Geldbeutel mit 2600 Euro Inhalt abgegeben. Die Frau fand das Portemonnaie in einem Cafe am Bahnhof und entschloss sich, den Fund zu den Beamten zu bringen. Wenig später überbrachten die Polizisten dem 86-jährigen Rentner, der das Geld verloren hatte, den Geldbeutel persönlich. Einen Finderlohn wollte die 59-Jährige nicht haben.

Im Gespräch mit der Mittelbayerischen Zeitung erläutert die ehrliche Finderin nun, wie es zu der Situation kam: Sie und ihr Lebensgefährte waren auf dem Weg zum Zweitliga-Spiel zwischen dem SSV Jahn Regensburg und dem 1. FC Heidenheim. Dort frühstückte das Paar - und die Frau fand den prall gefüllten Geldbeutel auf einem freien Platz. Sie nahm die Brieftasche und gab sie einem der zahlreichen Polizisten, die aufgrund des Spiels ohnehin am Bahnhof waren.

Daran gedacht, das Geld zu behalten, habe die 59-Jährige aber nicht. "Das war so viel Geld und ich wollte einfach, dass der Besitzer es wieder bekommt. Das würde ich ja auch wollen, wenn ich so einen Betrag verlieren würde", wird die Frau zitiert. Sie habe nun einfach ein gutes Gefühl und die Gewissheit, dass Ehrlichkeit siegt. Sie selbst spart im Übrigen auf ein E-Bike - entschied sich aber dazu, nicht einfach das gefundene Geld als Zuschuss zu sehen, sondern das Richtige zu tun.


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