Rekordbilanz des Tourismusverbands

13.2.2013, 08:24 Uhr
Frankens Städte haben sich einmal mehr als Besuchermagnete erwiesen: Besonders deutlich sind die Zuwächse bei den Übernachtungen in Bamberg.

Frankens Städte haben sich einmal mehr als Besuchermagnete erwiesen: Besonders deutlich sind die Zuwächse bei den Übernachtungen in Bamberg. © Tourismusverband Franken

Einen passenderen Ort als den „Richard-Wagner-Saal“ im Grand Hotel Nürnberg hätte der Tourismus-Verband Franken für seine Jahrespressekonferenz kaum finden können. Bevor dessen Vorsitzender, Innenminister Joachim Herrmann (CSU), einen Ausblick auf die geplanten Veranstaltungen rund um das Doppeljubiläum zum 200. Geburtstag und (heutigen) 130. Todestag von Richard Wagner gab, zog er eine durchweg positive Bilanz für 2012. So ist die Zahl der Gäste-Übernachtungen in Franken gegenüber dem Vorjahr mit 20,1 Millionen um 3,6 Prozent, die Zahl der Gästeankünfte mit über 8,5 Millionen gar um 4,3 Prozent gestiegen. „Mit diesem Rekordergebnis bleibt der fränkische Tourismus weiterhin auf Erfolgskurs“, sagte Herrmann.

Seiner Meinung nach haben vor allem die Jahreshöhepunkte 2012 zu den neuen Bestmarken beigetragen, darunter die Dürer-Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg sowie die Landesgartenschau und das Jubiläum „1000 Jahre Kaiserdom“ in Bamberg. Diese speziellen Reiseanlässe zahlten sich für beide Städte spürbar aus. In Nürnberg stiegen die Übernachtungszahlen um 5,2, in Bamberg sogar um 11,5 Prozent.

Insgesamt erzielten fast alle fränkischen Tourismusgebiete Zuwächse: Während die Region Haßberge (15,4 Prozent) und die Fränkische Schweiz (6,8 Prozent) bei den Übernachtungen deutlich zulegten, musste lediglich die Rhön ein winziges Minus von 0,1 Prozent hinnehmen. Das Fränkische Seenland konnte sich nach einer schwächeren Phase mit einem Zuwachs von 3,1 Prozent wieder stabilisieren.



Die Erfolge auf dem Tourismussektor führt Herrmann auch auf eine konsequente Kommunikationsstrategie zurück. Kern dieser Strategie sei es, die „Marke Franken“ im Sinne einer landschaftsbezogenen Tourismusarbeit mit Kernkompetenzen, klar definierten Themen und (Jahres-)Schwerpunkten unabhängig von Verwaltungsgrenzen zu präsentieren.

Neben dem Städtetourismus ist der „Gesundheitspark Franken“ mit 17 Heilbädern und Kurorten ein wichtiges Standbein des fränkischen Tourismus. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen legte die Zahl der Gästeankünfte in diesem Bereich um 2,3 Prozent zu.

Ein besonderes Aushängeschild sind die zertifizierten Rad- und Wanderwege. Dabei verfügt Franken mit dem „Main-Radweg“ und dem Radweg „Liebliches Taubertal – der Klassiker“ über die einzigen Routen in Deutschland, die der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) mit der höchsten Qualitätsstufe von fünf Sternen ausgezeichnet hat. Bei der Suche nach Übernachtungsquartieren entlang des „Main-Radwegs“ und in Unterfranken soll den Urlaubern künftig eine gebündelte Darstellung von Internet-Vergleichsportalen, in denen andere Nutzer ihre Bewertungen abgeben, die Orientierung erleichtern.

Nicht zuletzt aufgrund der Herausforderungen des demografischen Wandels will der Verband verstärkt auf Gäste aus dem Ausland setzen. Als „Hoffnungsmarkt“ sieht Herrmann China. So zählte der Verband 2012 allein 75000 Übernachtungen chinesischer Besucher – ein Anstieg um 2,3 Prozent. Die Übernachtungszahlen japanischer Besucher kletterte um 17,1 Prozent auf mehr als 120000. Zudem hofft Herrmann, mit dem Nürnberger Flughafen weitere Gäste aus dem Ausland anzulocken.

Dem Tourismusjahr 2013 blickt Herrmann nicht nur aufgrund des Richard-Wagner-Jubiläums zuversichtlich entgegen. Schließlich stehen Bayreuth und mit ihm das Fichtelgebirge dieses Jahr im Zeichen eines weiteren kulturellen Jubiläums, des 250. Geburtstags des großen Literaten Jean Paul.

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