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Donnerstag, 04.06.2020

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Abenberger Burgmuseum: Ein Hauch von Feuertanz

Corona machte die Festival-Pläne zunichte - 13.05.2020 12:13 Uhr

Großveranstaltungen werden durch die Corona-Krise noch lange nicht möglich sein. Das Haus der fränkischen Geschichte auf Burg Abenberg erinnert zum 20-Jährigen des Feuertanzfestivals an Höhepunkte – als „Geschenk an die Fans“. © Archiv-Foto: Hans von Draminski


Zu den öffentlichen Einrichtungen, die in der kommenden Woche wieder öffnen dürfen, zählt auch das Abenberger Burgmuseum. "Wir machen das Haus gerade Coronafest", erklärt Museumschefin Kerstin Bienert augenzwinkernd. Mehr als zehn Menschen auf einmal dürfen das Museum aus Sicherheitsgründen derzeit sowieso nicht betreten.

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Saltatio Mortis, Eric Fish and Friends, Feuerschwanz: Auf dem Feuertanz Festival spielte am Samstag bei heißen Temperaturen die Créme de la Créme des Mittelalter-Rock auf.


Von daher zielen Bienert und ihr Team auch nicht auf den ganz großen Ansturm, der sich im Zuge der Corona-Krise sowieso nur schwer oder gar nicht bewältigen ließe. Einen besonderen Anziehungspunkt hat man dennoch geschaffen: In diesem Jahr hätte das "Feuertanz"-Festival sein 20-jähriges Bestehen gefeiert – doch Corona machte die Festival-Pläne zunichte. Die Fans der "Schwarzen Szene", die Mittelalter-Schwermetaller und Folkfreunde mussten sich wie viele andere auf 2021 vertagen, wenn Großveranstaltungen mit tausenden von Menschen (hoffentlich) wieder möglich sind.

Einen Hauch von Feuertanz soll es dafür dieses Jahr im Haus fränkischer Geschichte geben: Die Ausstellung "Von der Minne zum Rock" schlägt den großen Bogen, wie Kerstin Bienert erklärt: "Das wird eine klangvolle Ausstellung, die zu einer Zeitreise ins Mittelalter genauso einlädt wie zu rockigen Klängen des Feuertanz-Festivals. Eine besondere Mischung aus Gegenwart und Vergangenheit. Da treffen die Minnesänger Walter von der Vogelweide und Wolfram von Eschenbach auf die Mittelalterrockbands Schandmaul und Saltatio Mortis . . .", führt Bienert aus.

"Geburtstagsgeschenk für die Fans"

"Die Ausstellung soll das Geburtstagsgeschenk des Museums an die Festivalmacher und an alle Fans sein", fügt Bienert hinzu. Es gibt im Museum sogar eine Festival-Minibühne, bei der sich Besucher unter den "Top Ten" der Festivalbands aussuchen können, wer (auf Knopfdruck und von der Audio-Konserve) spielen soll. Das Haus fränkischer Geschichte und auch das Klöppelmuseum öffnen am kommenden Dienstag, 19. Mai, erstmals seit dem Shutdown wieder ihre Pforten. Am ursprünglichen Festival-Wochenende (26./27. Juni" soll es eine Sonderaktion in der Ausstellung geben. Mehr wird noch nicht verraten.

HANS VON DRAMINSKI

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