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Achtmal so viele Corona-Tests wie noch vor drei Wochen

Die Corona-Fallzahlen im Landkreis Roth und in Schwabach steigen nach wie vor. - 06.04.2020 18:19 Uhr

Deutschlandweit wurde die Zahl der Tests massiv ausgeweitet. © Foto: Daniel Reinhardt/dpa


Im Landkreis Roth ist die Zahl der an Covid-19 erkrankten Personen auf über 200 gestiegen. In Schwabach sind inzwischen 54 Frauen und Männer positiv getestet. Am Montag um 13.30 Uhr meldete das Landratsamt insgesamt 205 positiv getestete Landkreisbürger, das waren 20 mehr als am Samstag und vier mehr als am Sonntag. 14 von ihnen werden aktuell stationär in der Kreisklinik Roth behandelt, weitere zwölf in Krankenhäusern außerhalb des Landkreises.

Zahl der Tests massiv ausgeweitet

Nach wie vor gibt es drei bestätigte Corona-Todesfälle, zwei davon aus dem Pflegeheim in Schwanstetten. 155 Frauen und Männer, bei denen die Corona-Viruserkrankung nur zu vergleichsweise leichten Symptomen geführt hat, befinden sich noch in häuslicher Quarantäne, die wiederum 21 ehemalige Corona-Erkrankte inzwischen als geheilt verlassen haben.

Etwas besser, auch was die Fallzahlen hochgerechnet auf 100.000 Einwohner angeht, sieht die Situation in Schwabach aus. Das Rathaus meldete am Montagnachmittag 54 Infizierte, sechs davon haben die Krankheit durchlaufen und sind geheilt. In Schwabach gibt es – glücklicherweise – noch keinen Corona-Toten. Als genesen gilt, wer 14 Tage nach seinem positiven Test keine Symptome mehr hat. Neuerlich getestet wird nur derjenige, der dann immer noch über typische Anzeichen wie Fieber und trockenen Husten klagt.


Zentrale Teststation auf Coronaviren in Hilpoltstein eingerichtet.


Deutschlandweit wurde die Zahl der Tests massiv ausgeweitet. Experten sprechen von einer Vervierzehnfachung binnen eines Monats. Anfang März wurden etwa 7000 Personen pro Tag auf das neuartige Virus getestet, inzwischen gibt es rund 100.000 Tests pro Tag. Die Zahlen lassen sich auch auf die Region herunterbrechen. "Am 9. März hatten wir fünf Tests, am 31. März hatten wir 25, am 1. April 40 Tests, wir sind also bei einer Verfünffachung bis Verachtfachung", sagt Andrea Raithel, die Pressesprecherin am Landratsamt Roth. Allerdings gebe es täglich starke Schwankungen.

Hintereinander mehrere Abstriche

40 Tests, das klingt bei einem Landkreis mit über 125.000 Einwohnern nach nicht viel. Doch die Zahlen dürften weiter steigen. Denn wie berichtet, hat das Landratsamt in Hilpoltstein eine Art Drive-In-Teststation eingerichtet. Dort werden Verdachtsfälle nicht nur vom Gesundheitsamt hinbeordert. Auch die Kassenärztliche Vereinigung (Rufnummer 116 117) nutzt die Einrichtung.

Das habe Vorteile, unter anderem könnten so Ressourcen geschont werden, so Raithel. "Wenn ein Arzt im Auftrag der Kassenärztlichen Vereinigung von Haus zu Haus fährt, bräuchte er für jeden Test eine neue Schutzausrüstung. An der Teststation kann man dagegen hintereinander Abstriche von mehreren potenziellen Infektionsträgern nehmen, ohne sich jedes Mal wieder neu umzuziehen", erklärt Raithel.

ROBERT GERNER E-Mail

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