Alle gefürchteten Programmteile gemeistert

13.4.2015, 18:06 Uhr
Die DM im Visier: Johanna Graff (hier bei einer Sattelstützgrätsche) schwang sich zur zweitbesten Wertung ihrer Karriere auf und löste das Ticket nach Worms.

Die DM im Visier: Johanna Graff (hier bei einer Sattelstützgrätsche) schwang sich zur zweitbesten Wertung ihrer Karriere auf und löste das Ticket nach Worms.

Die dritte Junior Masters war gleichzeitig Halbfinale zur deutschen Meisterschaft. Dort wurden die 20 Startplätze unter den Juniorinnen vergeben, die bei den Landesmeisterschaften die Qualifikationsnorm erreicht hatten. 46 Sportlerinnen zwischen 14 und 18 Jahren hatten sich um die Plätze beworben. Im vorigen Jahr hatte sich die Rotherin vom gesetzten Platz 48 auf den 35. Platz vorgefahren. In diesem Jahr war sie bereits auf Platz 29 gesetzt, musste aber immer noch neun Plätze gut machen, um zur DM zu kommen.

Am persönlichen Limit

Sie wusste, dass dies nur mit einem Ergebnis nah an ihrer persönlichen Bestleistung zu erreichen war. Im Nacken hatte sie noch das Ergebnis der zweiten Junior Masters. Am ersten Osterferien-Wochenende in Siegen hatte die 15-Jährige sich zwar auch im oberen Mittelfeld platziert, ihre Punktzahl war jedoch im Gegensatz zu den bisherigen Wettbewerben wegen einiger Unsicherheiten deutlich unter den Erwartungen geblieben.

Eine direkt anschließende Trainingswoche im Harz musste sie nutzen, sich körperlich und mental wieder aufzubauen, die Wechselbelastung zwischen Ruhe und Feingefühl und dynamischem Antritt und Krafteinsatz zu perfektionieren und ihre Nervosität zu beherrschen.

Gleich voll da

Gewissenhaft vorbereitet stand sie am Rand der Wettkampffläche und wartete auf die Startfreigabe. Noch auf der Fläche nahm sie sich eine lange Konzentrationsphase und war anschließend schon mit dem ersten Tritt voll da.

Der gefürchtete Standsteigerübergang und der Wechsel von vorwärts auf rückwärts gelangen. Die nachfolgende Pirouette war die beste, die sie in dieser Saison im Wettkampf gezeigt hat, das weitere Programm spulte sie routiniert ab. Die zweitbeste Wertung ihrer Karriere brachte ihr am Schluss den so sehnlichst erhofften, aber nicht wirklich erwarteten Startplatz zur deutschen Meisterschaft.

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