Montag, 20.01.2020

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Allersberg: Forstbetrieb verkauft frisches Wild

Bisher wird nur wenig Fleisch verwertet - 07.12.2019 16:10 Uhr

Das Verkaufsteam mit Marion Behrens und Andrea Gutteres, Pfarrer Peter Wenzel, MdL Volker Bauer, Bürgermeister Daniel Horndasch, Pfarrerin Martina Strauß, Forstbetriebsleiter Harald Schiller, die Jäger Franz-Josef Weber und Ernst Heinlein (von links). © Foto: Robert Schmitt


"Wir befriedigen die Grundbedürfnisse der Menschen nach Wohnraum, Wärme – und jetzt auch hochwertigen Lebensmitteln", freute sich Forstbetriebsleiter Harald Schiller von den Bayerischen Staatsforsten bei der Eröffnung.

Neben Bau- und Brennholz vermarktet der Forstbetrieb fortan kundenfreundlich zerlegte, in den Revieren Brunnau und Pyrbaum rund um Allersberg geschossenes Wildschwein- sowie Rehwildfleisch. Partner ist dabei "Burmann’s Hofladen" im Rother Stadtteil Pfaffenhofen. Eine Karte mit Direktvermarktern im Landkreis Roth finden Sie hier. Das Landratsamt bietet auch eine Datenbank an, die Sie ebenfalls unter diesem Link finden.

1300 Rehe und 200 Wildschweine werden jährlich in den Staatswaldungen des Forstbetriebes Allersberg erlegt. "Aktuell wird nur rund ein Viertel dieses heimischen Wildes von Privatpersonen, Gaststätten und Metzgereien in der Region abgenommen. Das wollen wir ändern," so Schiller optimistisch. "Nun werden Ragout oder Braten direkt auf dem Teller und Steaks auf dem Grill landen," fügte der Forstexperte an.

Wer Anregungen braucht, wie Wild zubereitet werden kann, dem verkaufe das Team der Bayerischen Staatsforsten um Andrea Gutteres und Marion Behrens außerdem das passende Kochbuch.

Waidmännisch und unschädlich fürs Klima

Der Kammersteiner Landtagsabgeordnete Volker Bauer, gleichzeitig Vorsitzender des Bayerischen Jagdverbandes in Mittelfranken, merkte an, dass heute die Zusammenhänge zwischen gelingendem Waldumbau, Jagd und Wildbret immer weniger bekannt seien. "Um den Wald erfolgreich zu verjüngen, brauchen wir die Jagd, die private und die im Staatswald", lobte Bauer die zahlreich anwesenden Jäger.

Dort wo die Strecke nicht verwertet werde, sei Jagd nämlich nicht waidmännisch. "Dabei geht mehr Bio gar nicht", ist Bauer überzeugt. Denn Wildbret entstehe ohne Tierleid. "Im Falle regionaler Vermarktung sogar klimakorrekt, weil ohne lange Transportwege."

Ins gleiche Horn stieß Allersbergs Bürgermeister Daniel Horndasch. Im Gegenmodell zum XXL-Ausmaß überregionalen Fleisch- und Tierhandels erkannte er "einen Ansatz, der sehr gut ins Konzept der Regionalität passt, wie wir es in Allersberg mit Bauernmarkt und einem Ausbau der Hofläden verfolgen." Horndasch sah in der Einweihung "den Auftakt für etwas, was von den Bürgerinnen und Bürgern hoffentlich gut angenommen und lange währen wird."

Die neue Verkaufstheke befindet sich im Forstbetriebssitz in der Kolpingstraße 7 in Allersberg. Jeweils dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 14 bis 16 Uhr kann dort das küchenfertig portionierte und tiefgekühlte Fleisch von Reh und Wildschwein erworben werden.

 

Robert Schmitt E-Mail

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