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Instandsetzung der Dreifaltigkeitskirche ist auf Zielgeraden - 23.05.2020 16:45 Uhr

Die Arbeiten am Dach haben begonnen. In zwei Monaten könnte die Instandsetzung beendet sein. © Foto: Karlhein Heumann


Die Geschichte der Dreifaltigkeitskirche geht auf das Jahr 1709 zurück: Die protestantische Willibaldskirche war stark baufällig, das Dorf durch den Deutschen Orden katholisch geprägt. Der hatte somit auch kein Interesse an einer Sanierung, und die arme Gemeinde war nicht in der Lage, die Last einer Instandhaltung zu tragen.

Also wendete sich der evangelische Ortsgeistliche Georg Sebastian Pacius an den Markgrafen Wilhelm Friedrich zu Ansbach. Nach wiederholtem Flehen des Pfarrers besuchte der Markgraf schließlich Eckersmühlen. Er erkannte die Notwendigkeit zu handeln und befahl den Abriss der Willibaldskirche, um der katholischen Dorfherrschaft ein evangelisches Pendant gegenüberzustellen: Ein repräsentativer Barockbau sollte es werden.

Der Markgraf beauftragte seinen Hofarchitekten Lorenzo Salle mit dem Bau. Und bei einer staatlichen Baulast, unter finanzieller Beteiligung der Kirchengemeinde, ist es bis heute geblieben. Die letzte Renovierung der heutigen Dreifaltigkeitskirche ist 1959 im Innenraum erfolgt.

2010 feierte man den 300. Geburtstag des Gotteshauses mit seinen vier Glocken: der 12 Uhr-Glocke von 1697, der 11 Uhr-Glocke von 1952, der Taufglocke aus demselben Jahr und der Gebetsglocke von 1480.

Im Jubiläumsjahr gedachte man auch der Entstehung der Willibaldskirche vor 550 Jahren und der Georgskirche, der ersten kleine Kapelle in Eckersmühlen, die 1260 errichtet worden war. Doch auf der gemeindeeigenen Jubiläumsliste 2010 stand neben der Reminiszenz auch die Fassadenerneuerung der Dreifaltigkeitskriche. Allerdings hatten damals andere Baulasten Vorrang: Erst 2015 stellte das Staatliche Bauamt eine Renovierung in Aussicht.

Starke Schäden durch Feuchtigkeit

2018 erfolgte eine Fassaden-Inspektion durch die Heidecker Firma Wilke und eine statische Voruntersuchung durch das Nürnberger Ingenieurbüro Wolfrum. Das Ergebnis: starke Schädigung durch Feuchtigkeit und Fäulnis im Bereich der Traufe, was die Stabilität des Daches und des Turmes gefährde. Also wurde 2019 ein Sicherungsgerüst aufgestellt, damit eventuell herabfallende Teile der Fassade und des Gesimses keinen Schaden anrichten konnten.

Nach Schätzungen kostet die Sanierung 453 000 Euro. Mit der Bayerischen Landeskirche und dem Staatlichen Bauamt kam die Kirchengemeinde Eckersmühlen überein, davon 151 500 Euro zu schultern.

Für Spenden wurde das Konto "Kirchenrenovierung" bei der Raiffeisenbank eingerichtet (DE16 7646 0015 0001 8002 64) eingerichtet.

Die Außeneinrüstung, die nun das Sicherungsgerüst ersetzt, sowie Arbeiten im Innenraum wurden bereits ausgeführt. Man rechnet mit einer Instandsetzungszeit von etwa zwei Monaten, sodass heuer noch die Konfirmation nachgeholt werden könnte.

KARLHEINZ HEUMANN

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