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Bürgermeister lädt ein: So lebt sich's in Georgensgmünd

Kurt Heidingsfelder trifft Bürgermeister Ben Schwarz - 06.08.2017 21:38 Uhr

Bürgermeister Ben Schwarz (links) mit seiner Familie. Drei Generationen leben auf dem liebevoll restaurierten Hof. © Kurt Heidingsfelder


Der Mann heißt Schwarz, ist eigentlich ein Roter und wurde von SPD und CSU gemeinsam erneut für die Bürgermeisterwahl nominiert. Und daran, dass Ben Schwarz im September zeitgleich mit der Bundestagswahl in Georgensgmünd das Rennen machen wird, zweifelt am Zusammenfluss von Schwäbischer und Fränkischer Rezat wohl niemand.


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Für den NN-Wanderreporter hat der 41-jährige Kommunalpolitiker am Kirchweih-Sonntag die Haustür geöffnet. Schwarz lebt mit Frau und zwei Kindern in einem modern hergerichteten Nebengebäude eines ehemaligen Bauernhofes. Schon das ein Traum wie aus dem Heft Schöner Wohnen, aber letztlich die kleinere Perle im Vergleich zum Haupthaus. Altes Holz, gezapfte Balken, kunstvoll verzierte Beschläge, mühevoll wieder gängig gemachte Türschlösser, ein uralter bernsteinfarben gefliester Kachelhofen, mit viel Bedacht ausgesuchte, warmes Licht verbreitende Lampen.

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Auch am Sonntag hieß es für Kurt Heidingsfelder wieder: Weiter wandern! Nach einem Treffen mit dem Georgensgmünder Bürgermeister ging es weiter auf den Weg in Richtung Roth. Dort traf unser NN-Wanderreporter auf Angler, Verwirrende Zeichen und Verbindungsprobleme.


In dem Gemäuer, dass die Familie erst komplett Stein für Stein abgerissen und dann wieder hochgezogen hat, leben auf rund 300 Quadratmetern drei Generationen unter einem Dach.

In dieser Umgebung ist der wahrscheinlich einzige Politiker Bayerns aufgewachsen, der von SPD und CSU gemeinschaftlich ins Amt gehievt wurde. Ich will wissen, wie das funktionieren kann: "Wir pflegen im Rathaus einen offenen Umgang miteinander", sagt Schwarz. Das klingt banal, zeigt aber offenbar Wirkung. Der 41-jährige Jurist, sportlich, locker im Umgang, defensiv in der Wortwahl, scheint schon von seinem Wesen her nicht zu polarisieren.

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Wie viele andere Gemeinden dieser Größenordnung hat das rund 7000 Einwohner zählende Georgensgmünd, Probleme, den Kernort am Leben zu erhalten. Supermärkte an der Peripherie saugen Kunden ab. Die Folge sind Leerstände. Ben Schwarz verfolgt hier einen interessanten Ansatz: "Ich will erst wieder Menschen im Zentrum haben, die dort wohnen, dann kehren auch die Läden zurück." Wenn ihm das gelingt, wird der rot-schwarze Bürgermeister wohl noch eine ganze Weile im Amt bleiben.

Kurt Heidingsfelder

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