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Carsharing in Heideck

Konzept überzeugte Stadtrat und Bürgermeister Ralf Beyer - 30.12.2018 15:52 Uhr

Karl-Heinz Kaiser und Jonathan Heise von der Firma mikar und der Stadtrat, die Sponsoren sowie Vereinsvorsitzende vor dem Carsharing-Transporter auf dem Heidecker Marktplatz, der ab sofort zur Verfügung steht. © Foto: Eva Schultheiß


Wenige Tage vor Weihnachten informierten deren Geschäftsführer Karl-Heinz Kaiser sowie Jonathan Heise, Ansprechpartner für die Fahrer, auf dem Heidecker Marktplatz über den Neunsitzer-Transporter und erläuterten dem Bürgermeister, dem Stadtrat, den werbenden Firmen sowie den Vereinsvorsitzenden des Stadtgebiets die Nutzungsbedingungen.

Bereicherung für die Stadt

Bürgermeister Ralf Beyer berichtete, dass der Stadtrat vom Konzept der Firma mikar überzeugt sei. Das Angebot sei eine Bereicherung für die Stadt. Er bedankte sich bei den Sponsoren, deren Logo auf dem Auto zu sehen sind: "Sie machen die preisgünstige Nutzung des Fahrzeugs erst möglich."

Auch mikar-Geschäftsführer Kaiser dankte den Unternehmen, deren Werbung dafür sorgt, dass die Heidecker das Fahrzeug vier Jahre lang günstig verwenden können. Hierfür genügt der Pkw-Führerschein. Car-Sharing auf dem Land funktioniere nur mit Mehrsitzern, ist man bei der Firma mikar überzeugt. Seit rund eineinhalb Jahren gibt es – von Deggendorf her kommend – zuerst in Niederbayern und der Oberpfalz nun auch in Franken Standorte von Carsharing-Fahrzeugen.

Heideck mit den zahlreichen Vereinen und Verbänden sei gut geeignet als Standort, sind die Verantwortlichen überzeugt. Aber natürlich können auch Privatpersonen das Fahrzeug nutzen, um beispielsweise sperrige Sachen leicht zu transportieren; zum Beispiel beim Einkauf im Möbelhaus oder Baumarkt. "Das Fahrzeug nicht zu nutzen, wäre der einzige Fehler", sagte Karl-Heinz Kaiser.

Vollgetankt zurück

Die Kosten für die Entleiher sind leicht zu überschauen: Grundgebühren gibt es nicht, ein ganzer Tag kostet 44,99 Euro, jede Stunde 4,99 Euro bis zum Tagespreis. Dazu kommen nur die Diesel-Kosten, denn das Fahrzeug ist wieder vollgetankt abzustellen – und ausgesaugt, falls nötig. Auch mehrere Tage kann es ausgeliehen werden, beispielsweise für einen Wochenend-Trip.

Bei mehr als drei Tagen sollte man der Firma Bescheid geben. Auch Fahrten ins Ausland sind möglich, in der EU überall, anderswo nach Rücksprache. Für all das benötigt man entweder die kostenlose mikard oder die mikar-App. Im damit geöffneten Fahrzeug liegen Schlüssel und Papiere bereit. Einmalig muss man vorher im Rathaus den Führerschein vorlegen und sich legitimieren lassen; und mikar natürlich die Bankdaten für die Abrechnung bekanntgeben.

Um Versicherung oder Wartung müsse man sich nicht kümmern, informierte Kaiser. Und er geht davon aus, dass sorgsam mit dem Fahrzeug umgegangen wird.

Unfälle Polizei melden

Bei einer Panne oder wenn man das Fahrzeug beschädigt hat, melde man das Karl-Heinz Kaiser, und bei einem Unfall sei auch die Polizei zu rufen, antwortete der auf die Nachfrage potenzieller Nutzer. Zum Schluss ließen eine ganze Reihe künftiger Nutzer ihre Führerscheine registrieren, so dass sie sich den Gang zum Rathaus sparen, sondern online die mikard beantragen und zeitnah das Fahrzeug nutzen können. 

EVA SCHULTHEISS

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