Dem Challenge Roth droht ein Neopren-Verbot

RESSORT: Lokales / Sonstiges..DATUM: 05.10.2016..FOTO: Roland Fengler..MOTIV: Mitarbeiterporträt / Mitarbeiterportrait: Stefan Bergauer..ANZAHL: 1 von 1..Veröffentlichung nur nach vorheriger Vereinbarung
Stefan Bergauer

Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung

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2.7.2019, 12:00 Uhr
Das Wasser im Kanal ist fast ein Grad zu warm, deshalb könnte den Schwimmern beim Challenge Roth heuer ein Neopren-Verbot drohen.

© Salvatore Giurdanella Das Wasser im Kanal ist fast ein Grad zu warm, deshalb könnte den Schwimmern beim Challenge Roth heuer ein Neopren-Verbot drohen.

Ab 24,6 Grad darf laut DTU-Reglement kein Neopren-Anzug getragen werden. Doch hat der Kanal hat momentan 25,4 Grad, wie das Team Challenge nun bekanntgab – um die Athleten vorsorglich darauf hinzuweisen, dass sie die 3,8 Kilometer ohne Neo bewältigen müssen. Der Anzug ist eigentlich als Kälteschutz gedacht – deswegen das Verbot, die Sportler können überhitzen.

Aber er unterstützt Schwimmer auch durch seinen Auftrieb, er verbessert die Wasserlage und verringert gleichzeitig den Widerstand. Knapp zehn Prozent mehr Tempo, etwa zehn Prozent niedrigere Herzfrequenz: Vor allem für schlechtere Schwimmer ist der Neo eine echte Hilfe.

Mit der Warnung will das Team Challenge die Athleten frühzeitig auf die Möglichkeit des Neo-Verbotes hinweisen. Eine endgültige Entscheidung werde aber erst zur Wettkampfbesprechung am Samstag fallen, so Challenge–Mediamanager Heiko Wörrlein.

Von der Organisation her wird sich wahrscheinlich aber nichts ändern. „Ich denke, wir sind echt gut aufgestellt“, sagt Wörrlein. Denn man habe viele Leute draußen – 140 Helfer von der Wasserwacht (allerdings den ganzen Tag über), dazu 15 bis 16 Streckenposten am Kanal, die die Schwimmer im Blick behalten, und zusätzlich mehrere Kajaks und elf Boote. Gegebenenfalls sollen die Helfer bei der Einsatzbesprechung mit dem Roten Kreuz kurz vor dem Schwimmen noch einmal auf die Situation hingewiesen werden. 

 

Eine folgenschwere Havarie 

Hintergrund des warmen Wassers ist nicht nur die Hitze sondern laut Team Challenge auch die Havarie an der Schleuse Riedenburg. Dort war ein Kreuzfahrtschiff gegen ein Tor gefahren – seit dem 28. Juni ruht deshalb erneut der Schiffsverkehr zwischen Riedenburg, Kelheim und Dietfurt.

Erst wenige Tage zuvor war der Kanal wieder freigegeben worden, nachdem die Reparaturen nach einer Havarie an gleicher Stelle abgeschlossen worden waren.

Durch den Stillstand soll das Schleusen – und damit der  Wasseraustausch – zurzeit stark eingeschränkt sein, so das Team Challenge.

Allerdings habe man momentan immer noch Schiffsverkehr, so Jürgen Lang vom Schifffahrtsbüro des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WAS), und zwar so lange, bis die Liegeplätze voll seien. Er macht eher die Hitze verantwortlich.

Gleichzeitig habe man wegen des Wasserhaushaltes und der Überleitung zwischen Donau und Main und zum Rothsee einen ständigen Austausch. Der sei momentan schon relativ hoch, so die Experten des Amtes. Allerdings sei auch die Altmühl schon knapp unter 25 Grad warm.

Am Freitagabend sollen die Reparaturen an der Schleuse bei Riedenburg abgeschlossen sein. Wohl zu spät für den Challenge. Wenn es nicht länger regne, werde sich der Kanal kaum abkühlen, so die Beamten im WAS – eher noch wärmer werden. Schon die Hoffnung auf die jüngst angekündigten Gewitter hatte sich nicht erfüllt. 

Dieser Artikel wurde am 2. Juli 2019 um 15.47 Uhr aktualisiert.

 

 

 

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