Freitag, 03.04.2020

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Entspannte Sieger liefen Hand in Hand über den Zielstrich

Andy Meyer und Tobias Heining ließen beim Rothseelauf den Konkurrenzkampf außen vor — Ina Köhler dominierte souverän das Frauenfeld - 11.03.2014

Fairplay: 500 Meter vor dem Ziel hatten sich Andy Meyer (links) und Tobias Heining darauf geeinigt, auf einen Zielsprint zu verzichten und sich den Sieg zu teilen. Bei den Frauen war Lokalmatadorin Christine Ramsauer (Nummer 481) mit ihrem zweiten Platz rundum zufrieden, denn Siegerin Ina Köhler war einfach eine Klasse für sich. © Ammer


35:07 beziehungsweise 35:08 Minuten wies die Ergebnisliste als Endzeiten des Siegerduos aus, das damit den 10400 Meter langen Hauptlaufeine halbe Minute schneller als Simon Weiß im vergangenen Jahr absolviert hatte. Der Sieger von 2013 war zwar sogar einige Sekunden flotter als bei seinem Triumph vor einem Jahr unterwegs, musste sich diesmal aber mit dem vierten Platz begnügen. Acht Sekunden vor Simon Weiß finishte Tobias Plößl von der Skivereinigung Amberg (35:22) und sicherte sich damit den letzten Platz auf dem Siegertreppchen.

Weiß-Brüder dicht zusammen


Neun Sekunden hinter dem für das EJOT-Team Buschhütten startenden Vorjahressieger kam dessen Bruder Felix Weiß ins Ziel (35:39), weitere Lokalmatadoren unter den Top Ten waren Andy Meyers Vereinskamerad Andreas Doppelhammer von der Mannschaft ohne Namen (M.O.N.) auf Rang sieben (36:12), Bernd Wolfschläger von der TSG 08 Roth auf Rang acht (36:14) und Martin Heinloth vom La Carrera TriTeam Rothsee auf Rang neun (36:36).

Während sich die ab Kilometer drei klar führenden Andy Meyer und Tobias Heining etwa 500 Meter vor dem Ziel darauf geeinigt hatten, sich den Sieg zu teilen, lief Ina Köhler bei den Frauen von Anfang an ein einsames Rennen und sicherte sich wie schon beim Büchenbacher Waldlauf zwei Wochen zuvor in souveräner Manier den Sieg. 39:34 Minuten benötigte die für das Team Klinikum Nürnberg startende Langstreckenspezialistin für die zwei Runden um den Kleinen Rothsee und ließ damit Lokalmatadorin Christine Ramsauer (40:16) klar hinter sich.

Die Abonnementsiegerin aus Allersberg, die vergangenes Jahr ihr „Heimrennen“ krankheitsbedingt hatte sausen lassen müssen, war mit ihrem zweiten Platz aber absolut zufrieden. „An die Ina kommt keiner aus

dem Landkreis hin“, lobte Ramsauer ihre zehn Jahre jüngere Konkurrentin, die ihr schon beim Nürnberger Silvesterlauf das Nachsehen gegeben hatte.

Für die in Worzeldorf lebende Ina Köhler scheint die Gesamtwertung des infinity-sport-Läufercups übrigens kein Thema zu sein, nach dem Wendelsteiner Panoramalauf wird sie sich wohl („ich entscheide mich da meist ganz spontan“) mehr auf die Halbmarathons konzentrieren. Somit könnte es in diesem Jahr bei dem 16 Rennen umfassenden Läufercup auf ein Duell zwischen Christine Ramsauer und Stephanie Pummer hinaus laufen. Auch die Gesamtsiegerin von 2013 war beim Rothseelauf am Start und belegte mit 42:08 Minuten den dritten Platz.

Sieben Jahre alter Starter

Alles in allem hatten sich 409 Laufsportlerinnen und -sportler für den Hauptlauf angemeldet und damit

für einen neuen Teilnehmerrekord gesorgt. Der jüngste Teilnehmer war übrigens gerade mal sieben Jahre alt. Mit einem ärztlichen Attest und einer Sonderstarterlaubnis ausgestattet, meisterte Christoph Zitzmann in väterlicher Begleitung die 10400 Meter lange Strecke und war nach 1:30:35 Stunden der letzte Finisher.

Genau andersherum lief es beim Hobbylauf, denn da hängte ein erst 15 Jahre alter Youngster die komplette Konkurrenz ab. 17:45 Minuten benötigte Johannes Stahr aus Ingolstadt, der Verwandte in Heideck besucht und sich kurzfristig zum Start entschlossen hatte, für die 5200 Meter und kam damit drei Sekunden vor Julian Weiß von der Mannschaft ohne Namen ins Ziel. Rang drei belegte Michael Seitz vom La Carrera TriTeam Rothsee (18:27).

Bei den Frauen ließ Sonja Steffl vom TSV Altenfurt mit einer Zeit von 20:13 Minuten der Konkurrenz keine Chance. Die Zweitplatzierte, Lena Gottwald vom TSV Zirndorf, finishte nach 21:06 Minuten, während Mirka Sonntag (Arriba Göppersdorf) nach 22:47 Minuten Rang drei belegte.

VON ANDRÉ AMMER

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