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Montag, 17.06.2019

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Frau führt in Roth Kompanie des Feldjägerregiments an

In der Otto-Lilienthal-Kaserne wird zudem eine permanente Militärpolizei angesiedelt - 23.05.2019 05:59 Uhr

Freut sich auf ihre Aufgaben in Roth, tut sich mit der fränkischen Mundart aber mitunter noch schwer: Die neue Kompaniechefin Anne Ryan. © Foto: Marco Frömter


Zum großen Appell im Schlosshof reiste der "oberste Feldjäger der Bundeswehr", Brigadegeneral Udo Schnittker, aus Hannover in die Kreisstadt: "Was lange währt, wird endlich gut. Mit dem Standort Roth wurde eine gute Wahl getroffen." Schließlich sei man dort seit Jahrzehnten mit der Bundeswehr verbunden, auch strategisch sei Roth wichtig für die Auftragserfüllung der Feldjägertruppe.

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Indienststellung der 9. Kompanie des Feldjägerregiments 3 im Hof von Schloss Ratibor

Mit der Indienststellung der 9. Kompanie des Feldjägerregiments 3 im Schloss Ratibor ist der rund einjährige Umzug von Amberg nach Roth endgültig vollzogen. Zum großen Appell im Schlosshof reiste der "oberste Feldjäger der Bundeswehr" - Brigadegeneral Udo Schnittker - aus Hannover nach Roth. An der Spitze der 9. Kompanie steht Hauptmann Anne Ryan: "Es ist ein großes Privileg, diese Aufgabe zu übernehmen. Ich bin glücklich und stolz, Kompaniechefin zu sein."


Die Otto-Lilienthal-Kaserne habe Anschluss an sämtliche Infrastruktur, von der aus der komplette süddeutsche Raum hervorragend erreichbar sei. Für Schnittker ein Schritt in die richtige Richtung: "Es muss aufgrund der sicherheitspolitischen Lage künftig wieder mit mehr Kolonnen auf den Straßen gerechnet werden." Die Bundeswehr zeige wieder mehr Präsenz -  "zum Ärger von manchem Autofahrer". Deshalb sei es umso wichtiger, dass die Militärpolizei zu erwartende Truppenbewegungen begleite und koordiniere.

Aufgabe ist ein "großes Privileg"

An der Spitze der 9. Kompanie steht Hauptmann Anne Ryan: Die erfahrene Soldatin bekam beim feierlichen Appell nun die Verantwortung über "ihre" Kompanie offiziell übertragen: "Es ist ein großes Privileg, diese Aufgabe zu übernehmen. Ich bin glücklich und stolz, Kompaniechefin zu sein." Zwar tue sich die gebürtige Berlinerin noch etwas hart mit dem fränkischen Dialekt — doch die Gastfreundlichkeit der Franken wüsste sie bereits zu schätzen. "Wir sind eine starke Kompanie mit gut ausgebildeten, fähigen Soldatinnen und Soldaten."

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In der Kaserne selbst müsse aber allerhand erledigt werden, bis die "Feldjäger-Station" fertig eingerichtet sei. An den erforderlichen Unterkünften für die Truppe werde immer noch gebaut, erklärte Schnittker. Dennoch: Das eingerichtete Provisorium in der Rother Kaserne sei weitaus besser als so manche militärische Einrichtung in anderen Bundesländern: "Bayern eben - das merkt man."

Enge Zusammenarbeit mit den Behörden

Schnittker sei "wirklich gerne nach Roth gekommen". Eine solche Garnisonsstadt habe er noch nicht erlebt: "Roth hat etwas Besonderes." Er hoffe, dass seine Feldjäger eine starke Komponente in der Kreisstadt bilden: "Wir sind auch Ansprechpartner für die Bevölkerung und wollen immer für sie da sein." Auch mit den Behörden werde eng zusammengearbeitet. Rote Barette und Fahrzeuge der Militärpolizei werden also zukünftig das Stadtbild mitprägen.

Auch Bürgermeister Ralph Edelhäußer erklärte seine Freude über die Stationierung der neuen Einheit: "Herzlich willkommen in Ihrer Garnisonsstadt – schön, dass Ihr da seid und einen Teil der Rother Gesellschaft bildet." Er appellierte an eine aktive Teilnahme am Leben in Roth. Und: "Es ist eine Ehre, in Roth mit Uniform gesehen zu werden." Die Feldjäger seien wichtig, um die Bundeswehr und den Standort hochzuhalten. Die zivil-militärische Zusammenarbeit habe in Roth immer gut funktioniert: "Lassen Sie uns diese Tradition fortsetzen."

Nach all den lobenden Worten merkte Brigadegenaral Schnittker an: "Soldaten, Allmächt, habt’s Ihr hier gut." Zudem gab es von ihm das größtmögliche fränkische Lob über den neuen Standort: "Des passt scho‘". 

MARCO FRÖMTER E-Mail

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