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„Hip da Banda“ und „Die Fexer“ in Jahrsdorf gut drauf

Gigantische Stimmung beim Auftritt der beiden Gruppen - 20.03.2016 17:49 Uhr

„Die Fexer“ aus Berngau kamen schnell zur Sache und sorgten ebenfalls für prima Stimmung im Jahrsdorfer Pfarrheim. © Fotos: Tobias Tschapka


Der Jahrsdorfer Ortssprecher Alfred Waldmüller brachte es in seiner Begrüßungsansprache im aus allen Nähten platzenden Pfarrheim auf den Punkt: „Warum in die Ferne schweifen, wenn doch das Gute liegt so nah“. Nach kurzer Anreise aus ihrer oberpfälzischen Nachbarschaft würde man nun in den Genuss der originellen Musik von Sophie und Daniel Barth sowie Alexander Schuhmann kommen, die als „die Fexer“ 2014 mit dem Volksmusik-Wanderpreis „Zwieseler Fink“ ausgezeichnet wurden. Noch kürzer sei die Reise für „Hip da Banda“ aus Hilpoltstein gewesen, in deren Reihen sich auch Mitglieder der Blaskapelle Jahrsdorf und der Stadtkapelle Hilpoltstein befinden würden.

Es sei gar nicht leicht gewesen, einen Termin zu finden, an dem beide Gruppen gemeinsam Zeit gefunden hätten, erklärte Waldmüller. Obwohl für das Konzert, das Bestandteil des Hilpoltsteiner Kulturprogramms sei, keine Werbung gemacht worden sei seien schon nach wenigen Tagen alle Karten weg gewesen, „und wir hätten noch viel mehr verkaufen können“, machte Waldmüller deutlich. Und so konnte nicht jeder der rund 130 Besucher einen Sitzplatz ergattern.

Zunächst bahnte sich „Hip da Banda“ bei ihrem musikalischen Einzug einen Weg durch die Besucherreihen auf die Bühne, kurz darauf folgten „die Fexer“, und das erste gemeinsam gespielte Lied machte gleich Lust auf mehr. Es dauerte gar nicht lang bis alle schon am Anfang begeistert mitklatschten. Dann verließen „die Fexer“ (vorübergehend) die Bühne wieder, denn das Konzert erfolgte sozusagen im „Schichtdienst“. Den ersten Block übernahm „Hip da Banda“ und demonstrierte mit dem Stück „Hinter der Garage“, dass die Band nicht nur für instrumentale Blasmusik steht, sondern durchaus auch mehrstimmig singen können. Mit dem traditionellen Stück „Isabel Polka“ ging es weiter, aber mit den eher „braven“ Stücken sollte es bald vorbei sein.

Eine bärtige Nonne an der Trompete. Bei „Hip da Banda“ ging so richtig die Post ab. Die Band aus Hilpoltstein glänzte mit ihrem reichhaltigen Repertoire an Stücken, mit denen die Band schnell das Publikum auf ihrer Seite hatte.


Nun waren „die Fexer“ an der Reihe, und obwohl das Trio gerade einmal ein Drittel der Mitglieder von „Hip da Banda“ zählt, „wird des scho bassn“, zeigte sich Tubaspieler Daniel überzeugt, der auch sonst nicht auf den Mund gefallen war. Neben ihm am Rieseninstrument spielte seine Schwester das Kuhlohorn, Alex blies die Trompete. Gemeinsam kamen „die Fexer“ schnell, und vor allem flott zur Sache.

Immer variierten sie gekonnt das Tempo in ihren Liedern, bei denen es durchaus auch international zur Sache ging. Sie präsentierten sowohl einen „Zigeunermarsch“ als auch das Stück „Der Russische“, und später ging ihre Reise auch nach Südamerika, wie unter anderem das Stück „Tijuana Taxi“ bewies.

Aber sie hatten durchaus auch ruhigere Stücke im Gepäck. Bei einem „geschmeidigen Walzer“ durfte geschunkelt werden, wie Daniel deutlich machte, „oder man kann dabei auch einfach vor sich hin sinnieren“. Das konnte man auch trefflich bei dem leisen Lied „Es wird scho glei dumpa“, mit dem sie sich „an die Tageszeit“ anpassen wollten. Sehr viel Gefühl bewies das Berngauer Trio auch bei ihrem Ausflug in die Popmusik. Dabei präsentierten sie ein Stück von „Coldplay“ und kombinierten es mit „Hallelujah“ von Leonard Cohen.

Nicht weniger international wurde es dann auch bei „Hip da Banda“. Die Band wartete mit Swing und Jazz auf. Kurz darauf verwandelte sich Trompeter Wolfgang in eine bärtige Nonne, und wurde von seinen Musikkollegen als „Whoopie Goldberg“ der „Hip da Banda“ vorgestellt. Schließlich hatten die gesamte Formation Sonnenbrillen auf der Nase – passend zu dem folgenden Medley mit Stücken aus dem Filmklassiker „The Blues Brothers“, bei dem es richtig zur Sache ging. Das ging es auch bei „Proud Mary“, in dem sich der Drummer zu einem minutenlangen, hochkarätigen Schlagzeug-Solo hinreisen ließ. 

TOBIAS TSCHAPKA

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