Polizei ermittelt weiter

Kinder angesprochen: Verdächtiger wieder auf freiem Fuß

RESSORT: Lokales / Sonstiges..DATUM: 05.10.2016..FOTO: Roland Fengler..MOTIV: Mitarbeiterporträt / Mitarbeiterportrait: Stefan Bergauer..ANZAHL: 1 von 1..Veröffentlichung nur nach vorheriger Vereinbarung
Stefan Bergauer

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18.5.2022, 11:59 Uhr
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© Stefan Hippel, NN Symbolfoto.

In allen drei Fällen waren die Kinder aus einem roten Kastenwagen heraus angesprochen und versucht worden, sie ins Auto zu locken, sie waren aber nicht eingestiegen. In Schwarzenbruck war am Montagabend (16. Mai) ein Mädchen aus einem roten Mercedes angesprochen worden, es war aber weggelaufen und hatte über die Eltern die Polizei informiert. Diese nahm dann einen Tag später einen 70-Jährigen vorläufig fest.

Der Mann ist mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Das Ansprechen von Kindern ist an sich nicht strafbewehrt, ermittelt wird gegen ihn wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte bei der vorläufigen Festnahme.

Die Polizei will sich aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht dazu äußern, ob der Mann einschlägig bekannt ist. Aber: „Die Ermittlungen haben für uns oberste Priorität“, bekräftigt Polizeisprecher Michael Petzold hinsichtlich des Ansprechens der Kinder. Die Kripo Schwabach habe eine große Anzahl von Beamten eingesetzt. Stichwort: Gefahrenabwehr.

Vor dem Fall in Schwarzenbruck hatte es in den Sozialen Netzwerken mehrere Meldungen über ähnliche Fälle gegeben – bei der Polizei eingegangen sind tatsächlich aber nur Großschwarzenlohe und Wendelstein. „Wir nehmen alle Mitteilungen ernst und gehen ihnen nach“, so Petzold. „Wir sind der Ansprechpartner“.

Das betont er nicht ohne Grund: In Wendelstein war vor einem anderen Mann in Sozialen Netzwerken gewarnt worden. Dieser hat definitiv nichts mit den genannten Fällen zu tun – da er identifizierbar wurde, musste die Polizei ihn aber schützen. Das band Kräfte, die man auch für die Ermittlungen hätte einsetzen können.
Dass Eltern ihre Kinder schützen wollen, ist klar. Doch Vorsicht bei Schnellschüssen in den Sozialen Netzwerken. Wer der Polizei Hinweise gegen möchte, kann dies unter Telefon (0911) 2112 3333 tun oder in dringenden Fällen den Notruf 110 wählen.


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