Kunstradfahrer des TSV Bernlohe holten Siege

31.10.2013, 00:00 Uhr
Eine gewohnte Platzierung für Alexander Stark. Auch beim Bundespokal ließ das junge Talent die Konkurrenz weit hinter sich und belegte den ersten Platz.

Eine gewohnte Platzierung für Alexander Stark. Auch beim Bundespokal ließ das junge Talent die Konkurrenz weit hinter sich und belegte den ersten Platz. © Zint

Jeweils eine Woche nach den deutschen Meisterschaften der Elite macht sich der Sportverband beim zweitägigen Bundespokal alljährlich ein abschließendes Bild seiner Sportler, um anschließend die Kadersortierung für das folgende Jahr vorzunehmen. Austragungsort war heuer die Sporthalle am Sonnenstuhl in Randersacker.

Für alle Sportler, die bereits in einem nationalen Kader vertreten sind, ist der Bundespokal eine Pflichtveranstaltung. Das trifft mit Milena Slupina, Bianca und Daniel Zint (alle drei bislang C-Kader) und Johanna Graff (Bundesnachwuchskader) auf vier Kunstradfahrer des TSV Bernlohe zu. Wer neu in einen Kader aufgenommen werden möchte, tut gut daran, sich beim Bundespokal gut zu präsentieren. Mit den Brüdern Alexander und Daniel Stark wollten sich zwei weitere erfolgreiche Talente des Vereins für den Nachwuchskader empfehlen.

Noch zu den A-Schülerinnen gehört Johanna Graff, die nächstes Jahr in die höhere Altersklasse wechseln wird. Trotz einer gerade erst frisch verheilten Verletzung wollte sie unbedingt starten. Nur zwei vorsichtige Trainingseinheiten hatte sie absolvieren können, um sich auf den Wettkampf – mit einem neuen Programm, das sie erst unmittelbar vor ihrer dreiwöchigen Zwangspause erarbeitet hatte – vorzubereiten. Mit erstaunlicher Souveränität meisterte sie ihre Kür. Ein kleiner Fehler beim Rückwärtsfahren kostete sie die Wertung für eine Übung, mit dem zweiten Platz konnte sie aber sehr zufrieden sein.

Für Europameisterin Milena Slupina lag der Bundespokal weit außerhalb der Wettkampfsaison. Sie bereitet sich aktuell auf ihren Aufstieg in die Eliteklasse vor. Souverän sicherte sie sich mit weitem Abstand dennoch ein letztes Mal den Bundespokal bei den Juniorinnen.

Bei den Frauen schaffte es Bianca Zint zum wiederholten Male die Zuschauer und die Kampfrichter in ihren Bann zu ziehen. Mit einer unverkrampft-souveränen Vorstellung bestätigte sie noch einmal die Form der zurückliegenden German Master Wettbewerbe. Endlich konnte sie ihr Programm einmal fehlerfrei zeigen, sodass sie auch ihre persönliche Bestleistung noch einmal steigerte. Mit großem Vorsprung gewann sie den Frauen-Wettbewerb.

Bei den Männern startete Daniel Zint, der in dieser Saison alle seine Ziele erreicht hat. Ganz locker und ohne Druck erreichte er mit einer Demonstration von Größe, Eleganz und Kraft nahezu seine Bestleistung und Platz vier hinter drei von vier bayerischen Männern, die zurzeit auch international die Leistungsspitze dominieren.

Geschwistertrio am Start

Bei den C-Schülern hatte der TSV Bernlohe alle drei Geschwister Stark am Start. Neben den erfolgreichen Brüdern Alexander und Daniel war die siebenjährige Anna-Maria erstmals auf überregionaler Ebene mit unterwegs. Wie bei allen Wettbewerben des Sportjahres belegten Alexander und Daniel uneinholbar den ersten und zweiten Platz. Mit ihrer Demonstration von perfekter Haltung, Kraft und für das Alter ungewöhnlich feinem Gefühl für das Fahrrad zogen sie auch in Randersacker alle Blicke auf sich.

Alexander wird nächstes Jahr eine Altersklasse höher starten, aber dort wahrscheinlich ebenfalls weder auf Landes- noch auf Bundesebene echte Konkurrenz fürchten müssen. War er vergangenes Jahr wegen seines jungen Alters noch nicht in den Bundesnachwuchskader aufgenommen worden, so wird er dort heuer sicher einen Platz finden müssen.

Anna-Maria, die bei den Mädchen zu den jüngsten zählte, war vor dem Bundespokal sehr aufgeregt. Bei einer Unachtsamkeit verlor sie das Pedal und stürzte. Dieser kleine Fehler reichte, sie im engen Feld der C-Schülerinnen auf den siebten Platz zurückzuwerfen.

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