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Neue Saison in der Rother Kufa: Eröffnung im Freien

Lateinamerikanisches Open-Air-Konzert als Auftakt der neuen Spielzeit. - 16.09.2020 06:07 Uhr

Das Konzert der südamerikanischen Formation „Chakana“ bildete im Garten der Rother Kulturfabrik den Auftakt zur neuen Spielzeit unter Corona-Bedingungen.

© Foto: Tobias Tschapka


Den Saisonauftakt für die Spielzeit 2020/21 bildeten südamerikanische Klänge: Die Gruppe "Chakana" präsentierte im Rahmen der "Soirée im Café"-Reihe lebensfrohe, rhythmusbetonte Lieder wie gemacht für einen schönen Spätsommerabend. Das Konzert fand im Garten der Kulturfabrik vor rund 50 Zuschauern statt – mehr durften coronabedingt nicht rein.

"Das gab es bei uns auch noch nie, dass wir eine Spielzeit im Freien eröffnen", erklärte Kufa-Chefin Monika Ammerer-Düll. Sowohl für die Künstler als auch für die Rother war es eine Entbehrung: "Denn wenn wir ehrlich sind, uns fehlen doch allen besondere Live-Erlebnisse und die Schönheit der Musik."

Viel Beinfreiheit

Ammerer-Düll wies auf das neue Hygienekonzept der Kulturfabrik hin, "so dass sich ein Besuch bei uns weitaus risikoärmer gestaltet als eine Fahrt mit der Deutschen Bahn". Zuvor sprach Roths Bürgermeister Ralph Edelhäußer. Der freute sich, dass erst in den Garten und schon bald in den Saal der Kulturfabrik wieder das Leben zurückkehren wird. Auch er betonte das Hygienekonzept, das einen sicheren Spielbetrieb gewährleiste.

Wer Karten für die kommenden Veranstaltungen haben möchte, sollte sich beeilen, denn pro Event sind maximal 100 Personen im Saal zugelassen. "Freuen Sie sich also über viel Beinfreiheit in den nächsten Wochen und Monaten", meinte Ammerer-Düll, ehe sie den Musikern von "Chakana" die Bühne überließ.

Liebe zur Musik

Diese kommen aus den Ländern Ecuador, Spanien, Argentinien und Peru – und sie eint nicht nur ihre gemeinsame Sprache, sondern auch die Liebe zur Musik. Mit Gesang, Gitarre, Geige, Flöte und diversen Schlaginstrumenten präsentierte die Formation sowohl eigene Stücke als auch Variationen von bekannten lateinamerikanischen Künstlern. Mal heitere, mal schwermütige Folklore wechselte sich mit tanzbaren Stücken ab, wenngleich der Sänger darauf hinwies, dass man, sollte man das Bedürfnis zum Tanzen verspüren, sich coronabedingt bitte nicht vom eigenen Tisch entfernen möge. Getanzt wurde aber trotzdem nicht, das gaben die engen Gänge zwischen den Tischgarnituren dann doch nicht her. Zumal das Konzert restlos ausverkauft war.

Schlagzeuger Fidel Zaldumbide ist nicht nur bei "Chakana" für Schlagzeug und Perkussion verantwortlich, sondern neuerdings auch Dozent für Schlagzeug an der Rother Orchesterschule.

Als Mitglied der Sinfonieorchester der ecuadorianischen Hauptstadt Quito trat er mehrmals als Solist auf und kann international renommierte Preise vorweisen. So gewann er zum Beispiel bei der "Italy Percussive Arts Society" den zweiten Platz. 2015 erhielt er von der "Univerisdad Católica del Ecuador" sein Diplom in Erziehungswissenschaften und ist wegen seines pädagogischen Hintergrunds eine Bereicherung für Roth.

Filter nachgerüstet

Das Kufa-Team hat über den Sommer ein Konzept ausgearbeitet, mit dem Kulturveranstaltungen auch in Coronazeiten stattfinden können: In den Saal dürfen maximal 100 Personen gleichzeitig. Die Tickets werden ausschließlich personalisert verkauft, Namen und Adressen werden gespeichert. Im Saal dürfen maximal 10 Personen aus maximal zwei Haushalten zusammen sitzen.

Ansonsten werden Einzelstühle und Sitzgruppen mit weitem Abstand zueinander gestellt. Am Veranstaltungsabend werden die Besucher zu ihren Plätzen geführt, wo dann der bis dahin obligatorische Mund-Nasen-Schutz abgenommen werden darf.

Die Veranstaltungen finden ohne Pausen statt, Getränke sind nur in Flaschen erhältlich. Außerdem wurde in der Sommerpause das Lüftungssystem der Kulturfabrik gereinigt, desinfiziert und mit einem zusätzlichen Filter ausgestattet

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