Tierischer Einsatz:

Rother Feuerwehr rettet nicht nur Entenfamilie

15.6.2021, 11:00 Uhr
Nach einem Sonntagsausflug durch die Rother Innenstadt fand eine Entenfamilie nicht mehr zurück. Passanten und die Feuerwehr standen als Retter zur Seite.

Nach einem Sonntagsausflug durch die Rother Innenstadt fand eine Entenfamilie nicht mehr zurück. Passanten und die Feuerwehr standen als Retter zur Seite. © Foto: Freiwillige Feuerwehr Roth

Nachdem die Küken schon von Passanten aus einem Gulli gerettet worden waren, machten sich einige Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Roth gegen 17.45 Uhr ebenfalls auf den Weg zur Kleintierrettung. Beim ersten Versuch, alle zusammen einzufangen, flog die verschreckte Entenmutter jedoch davon. Nachdem die Kids aber sicher in einer Box untergebracht waren, folgte sie dem Ruf ihres Nachwuchses und alle zusammen wurden wohlbehalten an der nahegelegenen Roth wieder in gewohntere Umgebung gebracht.

In einem Haustier-Tragebox brachten die Feuerwehrleute den Enten-Nachwuchs zurück zum Fluss.

In einem Haustier-Tragebox brachten die Feuerwehrleute den Enten-Nachwuchs zurück zum Fluss. © Freiwillige Feuerwehr Roth

Bereits am Tag davor war die Feuerwehr Roth zu einer Kleintierrettung alarmiert worden. Eine Schwalbe hing mit dem Fuß am Dachüberstand eines Hauses in der Hans-Breckwoldt-Straße fest und konnte sich nicht eigenständig befreien. Mit Hilfe der Drehleiter konnte die Schwalbe schnell befreit werden - sie nutzte ihre wiedergewonnene Freiheit und flog noch aus der Hand weg.

Freifahrt für Piepmatz

Im Vorjahr kam im Bereich auf der Kupferplatte ebenfalls die Drehleiter der Feuerwehr wegen eines Vogels zum Einsatz. Dieser hatte sich zwischen Hauswand und Balken eines Anwesens verfangen. Auch hier konnte die Feuerwehr Roth rasch Hilfe leisten. Anschließend gab es für den Piepmatz noch eine Freifahrt im Feuerwehrfahrzeug, die ins Tierheim des Tierschutzvereins Roth führte.


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An einer Hausfassade auf der Kupferplatte klemmte sich im Juni 2018 ein Mauersegler ein Bein ein. Auch hier war die Rother Wehr erfolgreich im Einsatz.

Die Enten-Mama (links unten im Bild) watschelte dem seltsamen

Die Enten-Mama (links unten im Bild) watschelte dem seltsamen "Küken-Taxi" aufgeregt hinterher, bis die Feuerwehrler ihren Nachwuchs am Wasser in die Freiheit entließen. © Freiwillige Feuerwehr Roth

Immer wieder musste in den zurückliegenden Jahren die Feuerwehr Roth zu tierischen Einsätzen ausrücken. Wie am 29. Juli 2019. Kurz vor dem Mittagessen wurde die Freiwillige Feuerwehr Roth über die Integrierte Leitstelle (ILS) Mittelfranken Süd wegen einer Kleintierrettung alarmiert. Doch dieses Mal handelte es sich nicht um eine Katze, die nicht mehr von ihrem erklommenen Baum herunterkommen konnte. Vielmehr war auf dem Alarm-Fax "Schlange im Keller" zu lesen. Da wurde es so mancher Einsatzkraft doch leicht mulmig - schließlich weiß man ja nie, ob ein Reptilienliebhaber nicht doch exotische Schlangen beherbergt.

Schlange im Keller

Vor Ort stellte sich allerdings heraus, dass sich eine heimische Ringelnatter mit doch stattlichen 80 Zentimetern Länge in den Keller eines Einfamilienhauses verirrt hatte. Diese konnte durch einen beherzten Griff eingefangen werden und wurde in ihrem natürlichen Lebensraum ausgesetzt. Die Nachalarmierung eines professionellen Schlangenbeschwörers war demnach nicht erforderlich - vermutlich hätte die Anreise aber auch etwas zu lange gedauert.


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Spannend verlief eine weitere Tierrettung am 10. Juli 2018. Auf der Staatsstraße 2237 bei Roth steckte ein Pferd in der Nebentür eines Pferdeanhängers fest. Das Tier konnte sich jedoch nach einiger Zeit selbst befreien und gelangte so wieder ins Innere des Hängers. Da große Gefahr bestand, dass das Pferd in Panik gerät, wurde die Staatsstraße damals komplett für den Verkehr gesperrt, um für Ruhe zu sorgen. Eine Tierärztin stellte schließlich das Tier ruhig, sodass es transportfähig war.

Katz- und Maus-Spiel

Eine weitere Tierrettung fand im Juli 2018 statt. Eine Katze war durch das geöffnete Fenster entwischt und saß dann auf dem Hausdach fest. Behutsam wurde die Samtpfote eingefangen und wohlbehalten an ihre Besitzer übergeben. Im Juli 2016 war ein Einsatz wie ein Katz- und Maus-Spiel: Katze rauf, Katze runter, – rechts, links ... Aber am Ende konnte sie dann doch dazu gebracht werden, den Baum zu verlassen, auf dem sie schon mehrere Tage ausgeharrt hatte.

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