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Rother Landrat: Volker Bauer winkt ab

Der CSU-Landtagsabgeordnete will 2023 nicht als Landrat kandidieren. - 01.08.2020 07:03 Uhr

Lieber Landtag statt Landratsamt: Volker Bauer

© privat


Durch die Ankündigung des CSU-Kreisvorstands, den Rother Bürgermeisters Ralph Edelhäußer, für das Bundestagsmandat im Wahlkreis nominieren zu wollen, wird nicht nur der Posten des Rother Rathauschefs vakant. Auch die Landratswahl steht 2023 an. Dafür braucht die Kreis-CSU ebenfalls einen starken Kandidaten. Wir sprachen mit dem CSU-Kreisvorsitzenden, MdL Volker Bauer.

 

Herr Bauer, wenn der Rother Bürgermeister Ralph Edelhäußer zur Bundestagswahl antritt und das Mandat gewinnt, braucht die CSU eine oder einen neuen Kandidaten für die Stadt Roth und für die Landratswahl. Wer soll das machen?

Volker Bauer: Landrat Herbert Eckstein hat angekündigt, dass er wohl 2023 aufhören wird. Natürlich wäre Ralph Edelhäußer der am meisten prädestinierte Kandidat für das Amt des Landrats gewesen. Aber es gibt weitere gute. Wir werden auf jeden Fall mit einem starken Kandidaten in die Wahl ziehen.

Sie wollten, dass Edelhäußer bei der Landratswahl antritt. Er hat Sie aber überzeugt, dass er lieber Richtung Bundestag zieht. Müssen Sie jetzt also selbst ran?

Volker Bauer: Ich wurde tatsächlich schon gefragt, ob ich Interesse habe. Und wir diskutieren auch darüber. Aber eigentlich steht es nicht auf meiner Lebensagenda, Landrat zu werden. Mir macht meine Arbeit in München viel Spaß und Freude. Und je länger man dabei ist, desto mehr Erfahrung gewinnt man. Es ist für mich eine erfüllende Aufgabe.

Wenn also der Landrat nach gefühlt 100 Jahren aufhört, sind Sie eigentlich schon der erste, der gefragt wird?

Volker Bauer:Ja, aber die Kandidatenfrage werden wir erst im Herbst 2022 beantworten. Für mich selbst ist eine Kandidatur schon problematisch, weil im selben Jahr, im Herbst 2023 ja auch die Landtagswahl ansteht. Nicht ganz einfach. Und generell sollte es jemand machen, der zu 100 Prozent Freude am Amt des Landrats hat.

Sehen Sie da jemanden, der oder die geeignet ist?

Volker Bauer: Ich sehe da einige geeignete Personen, die etwa im Kreistag oder Bürgermeister sind.

Können Sie ein paar Namen nennen?

Volker Bauer: Können schon, aber ich mag nicht. Wir sind schon in Gesprächen. Und wir wussten ja seit dem Wissen um Ralph Edelhäußers Wunsch, dass wir ein starkes Back Up brauchen.

Und wie sieht es mit dem Bürgermeisterposten in Roth aus? Dafür wird auch ein Kandidat oder eine Kandidatin gesucht.

Volker Bauer: Da ist in erster Linie der Ortsverband Roth gefragt. Und ich denke, dass der Vorsitzende Daniel Matulla und Heinz Bieberle als guter Berater eine vernünftige Auswahl treffen. Es gibt in Roth starke Kandidaten – allerdings keine 100. Und eine Persönlichkeit wie Ralph Edelhäußer gibt es im Landkreis nur einmal.

Was halten Sie von seinen Absichten?

Volker Bauer: Ich freu’ mich, wenn er sich persönlich weiterentwickelt. Aber schmerzlich ist das für uns natürlich schon.

 

INTERVIEW: CAROLA SCHERBEL

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