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Donnerstag, 22.08.2019

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Spalt ist auf den Storch gekommen

Der Nachwuchs macht bereits erste Flugübungen rund ums Kornhaus, ein Küken wächst im Nürnberger Tiergarten auf. - 27.06.2019 15:14 Uhr

Das Dach auf dem Spalter Kornhaus ist seit einigen Monaten wieder besetzt, zwei Küken zieht das Storchenpaar dort groß. © Foto: Dominik Kranzer


Bislang hatten Störche immer einen Bogen um das Nest am Kornhaus gemacht. Aber Ende März ist ein bislang noch namenloses Storchenpaar heimisch geworden. Gleich drei Storchenkinder guckten anfangs aus dem Nest. Eines musste einen Schreckmoment überstehen und landete im Tiergarten Nürnberg. Der restliche Nachwuchs ist wohlauf und macht die ersten Flugbewegungen im Nest – sehr zur Freude der benachbarten Kindergartenkinder.

Faschings-Spott verstummte

Noch beim Spalter Faschingszug Anfang des Jahres war das seit Jahren leerstehende Storchennest eines der bestimmenden Themen. Nach Hohn und Spott verstimmten diese Stimmen schnell, als sich Ende März das erste Mal ein Storchenpaar auf dem Kornhaus niederließ und mit dem Nestbau anfing. Die Spalter Bürger glaubten noch nicht so richtig an ihr Glück. Immer wieder war das Nest auch wieder leer, aber irgendwann hatten die Bürger Gewissheit.

Das Nest wuchs an und kurz darauf betrieb nur noch ein Storch den Nestbau – der andere brütete. Lang hat dies nicht gedauert. Schon nach kurzer Zeit war man sich im benachbarten Kindergarten sicher, dass es bald Nachwuchs geben könnte. Knapp 30 Tage dauert die Brutzeit bei den Weißstörchen und siehe da – gleich drei Storchenküken erblickten in Spalt das Licht der Welt.

Das junge Glück musste aber einen Schreckmoment überstehen als sich eines der Storchenkinder plötzlich im Schneefang wiederfand. Aufmerksame Erzieherinnen des Städtischen Kindergartens bemerkten den Unfall und alarmierten die Spalter Feuerwehr, die am Tag nach dem Feuerwehrfest auch zahlreich erschien, da viele Mitglieder frei hatten.

Der kleine Weißstorch wurde aus dem Schneefang des Kornhauses befreit und nach Kontakt mit einem Mitarbeiter des Landesbundes für Vogelschutz in den Tiergarten nach Nürnberg gebracht – es war davon auszugehen, dass die Storcheneltern ihren Zögling verstoßen hatten. Mittlerweile ist der Schreck aber überwunden und dem Sprössling geht es am Schmausenbuck prima, wie Rathausmitarbeiter Thomas Meyer bestätigte.

Der EDV-Mitarbeiter und zugleich Feuerwehrmitglied hat ein besonderes Auge auf die Storchenfamilie und ist im regelmäßigen Kontakt mit dem Tiergartenpersonal.

Für die Kinder im Kindergarten ist die Storchenfamilie die neue Attraktion. Thematisch wurde sofort der Storch aufgegriffen und bei Eltern und Kinder geht immer wieder der Blick aufs Kornhausdach, welches an mehreren Stellen immer weißer wird – aufgrund der Kotabgabe.

Sollte es in absehbarer Zeit eine neue Kindergartengruppe geben, ist der nächste Gruppenname schon naheliegend. Neben Bären, Igeln, Spatzen, Mäuse, Käfern und Igeln könnte es dann auch eine Storchengruppe geben. Wenn der Storch nun regelmäßig nach Spalt kommt, sollte das kein Problem sein. 

DOMINIK KRANZER

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