Donnerstag, 22.04.2021

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Vier neue Stellen: Was tut das Rother Bauamt?

Der Jahresbericht macht deutlich, dass viele Aufgaben zu bewältigen und neue Mitarbeiter nötig sind - 24.02.2021 13:21 Uhr

Die Sanierung und der Dachgeschossausbau der städtischen Wohnhäuser an der Bahnhofstraße ist eines der zahlreichen Projekte, die das Rother Bauamt im Jahr 2020 auf seinem Erledigungszettel stehen hatte.

24.02.2021 © Foto: Claudia Weinig


"Das Bauamt ist das Herz der Stadtverwaltung", dem will SPD-Sprecher Sven Ehrhardt gern zustimmen. Also sieht er wie die übrigen Stadträte ein, dass das Bauamt neue Leute braucht. Dessen Leiter Wolfgang Baier hat sowohl vor dem Finanzausschuss als auch vor dem gesamten Stadtrat ausführlich begründet, dass ein Architekt, zwei Verwaltungskräfte und ein eigener Fuhrparkleiter eingestellt werden sollen.


Neue Regeln: Bauen geht jetzt höher und dichter


Die Not noch einmal untermauern will Baier eigentlich nicht. Aber der Jahresbericht, den der Chef aus dem Bauamt gibt, zeigt schon, wie fleißig man dort die Aufträge des Stadtrates abarbeitet.

Allein 44 Projekte laufen gerade in der Städtebauförderung – von der Beratung privater Eigentümer bis zum städtischen Umbau. Vor allem aber der Neu- und Ausbau von Kitas beschäftigt das Bauamt: Der Arche Noah-Kindergarten soll bis September bezugsfertig sein, ins Awo-Sozialzentrum ziehen Krippenkinder ein, in Eckersmühlen wird das evangelische Gemeindehaus zum Interimskindergarten umgebaut, für die Hortcontainer an der Grundschule Nordring läuft der zweite Bauabschnitt, die Erweiterung des Horts für Pfaffenhofen und Nordring ist geplant, und der Waldkindergarten bekommt eine Schutzhütte.

Die Planung für das Großprojekt Kinderhaus läuft. Und für das nächste Kinderhaus am Hasenbühl ist, so Baier, unter der Erde schon vorgearbeitet worden, im März wolle man die Aufträge vergeben, bis Herbst soll die Kita stehen.

In Arbeit ist die Sanierung der städtischen Wohnblocks in der Bahnhofstraße, fast fertig ist das Zeughausstüberl, die Sanierung des Hauses am Kirchplatz 8 zur Tourist-Info dauert dagegen noch, auch mit der Dorferneuerung in Wallesau wird man laut Baier erst in diesem Jahr fertig.

Kein "sexy Thema"

Der Tiefbau ist, wie Bürgermeister Ralph Edelhäußer häufig anmerkt, kein "sexy Thema", aber not- und aufwendig. Brückensanierung in Hofstetten, Kanalarbeiten, die Erschließung im Gartenweg in Eckersmühlen, das Regenüberlaufbecken in der Bahnhofstraße (mit neuem Gehweg) gehörten laut Baier 2020 zu den Pflichtaufgaben. Die Straßenbauarbeiten an der Lände mussten auf 2021 verschoben werden, aber das Fertigstellen von Erschließungsstraßen gemäß Prioritätenliste stand an.

Nebenbei steht laut Baier in der Stadtplanung einiges an: Zum Beispiel die Aufgabe, den Flächennutzungsplan für die Stadt fortzuschreiben. Die Erfassung der Baulücken in einem Kataster sei abgeschlossen, die Bebauungspläne für die Baugebiete an der Brunnbachstraße und an der Zwillach sind gerade noch in Arbeit, am Radwegekonzept und der Wasserkraftnutzung werde gearbeitet, auf der Abenberger Höhe geht es um die Verkleinerung der Gesamtfläche, und der Rahmenplan für ein neues Wohn- und Mischgebiet am Westring steckt gerade in der gedanklichen Vorarbeit. Die Revitalisierung des Leoni-Geländes steht bevor, der Rückbau soll 2023 beginnen.

"Nicht nur bunte Pläne"

"Für all diese Maßnahmen müssen die Mitarbeiter leistungsfähig sein", sagt Baier. Die Aufgabengebiete sind inzwischen aufwendiger und vielschichtiger, die Digitalisierung müsse vorangetrieben werden. Stadtplanung bedeute "nicht nur bunte Pläne zu malen". Außerdem seien längere Ausfälle zu beklagen. Mit einem Fuhrparkleiter will er im Bauhof für eine veränderte Struktur sorgen, neben den fast 60 städtischen Fahrzeugen könnten dann auch die der Freiwilligen Feuerwehr unter dessen Ägide fallen.

Fazit: Der Stadtrat ist einstimmig der Meinung, dass die vier neuen Stellen im Bauamt ausgeschrieben werden können.

CAROLA SCHERBEL

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