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Dienstag, 31.03.2020

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Vier Stationen im Weltcup

Ab Samstag verteidigt Milena Slupina ihren Titel im 1er Kunstrad. - 27.02.2020 15:38 Uhr

Nach dem Weltcup ist vor dem Weltcup: Frauen-Siegerin Milena Slupina will ihren Titel verteidigen und studiert neue Schwierigkeiten ein.


In Koblach (Vorarlberg) geht der Weltcup in das dritte Jahr. Die zweite Runde findet in Kormano (Slowakei) am 29. Juni und Runde drei in Hongkong am 8. August statt. Das WC-Finale steigt am 21. November erstmals in Albstadt (Baden-Württemberg).

Diese lange Saison ist Politik des Radsport-Weltverbandes (UCI), er will damit dem Kunstradsport/Indoor-Cycling ganzjährig eine Plattform in der Öffentlichkeit bieten und wird dabei auch vom Verein "Indoor Cycling World Wide" unterstützt, der das Ziel hat, die internationale Entwicklung des Hallenradsports zu fördern und zu stärken. Engagiert sind darin auch die Athleten, die sich damit allerdings auch ganz schöne Strapazen aufgebürdet haben. Zum Finale im vergangenen Jahr klagten einige über den Substanzverlust.

Am Wochenende werden 36 Starter aus dem Gastgeberland Österreich, der Schweiz, Ungarn, Italien, Japan, Spanien, Slowakei, Ungarn, Luxemburg und Spanien in fünf Disziplinen an den Start gehen. "Daneben nehmen erstmals Sportler aus Griechenland und der Türkei am Worldcup teil", so der Sprecher von "Indoor Cycling World Wide", Rolf Halter (Erlenbach). "Auch das Corona-Virus macht vor unserer Veranstaltung keinen Halt, sodass die Asiaten aus Macau und Hongkong ihre Teilnahme absagen mussten."

In den fünf Kunstrad-Disziplinen haben vier der Hallen-Weltmeister 2019 ihre Meldung abgegeben. Außer den zweifachen Weltmeisterinnen Lisa und Lena Bringsken (Böhl-Ingelheim), die ihre sportliche Karriere beendet haben, sind auch alle Weltcup-Sieger aus 2019 am Start. Die Deutschen, die in den beiden letzten Jahren den Weltcup dominierten, tragen auch in Vorarlberg die Bürde der Favoriten. Nur im 4er Kunstrad sind die Schweizer Weltmeisterinnen aus Baar leicht favorisiert.

 

Fast auf gleichem Level

 

Sowohl im 1er als auch im 2er Kunstrad hat Deutschland drei Startplätze zur Verfügung, die bis auf einen genutzt werden. Im 1er Kunstrad Frauen sind Weltmeisterin Milena Slupina (Bernlohe) und Maren Haase (Hoffnungsthal) fast auf dem gleichen Level. Mattea Eckstein (Stuttgart) hat zehn beziehungsweise sieben Punkte weniger als die beiden Favoriten aufgestellt. Auf einem guten Weg im Training ist Weltmeisterin Milena Slupina. "Ich arbeite aktuell an neuen Übungen beziehungsweise Erweiterungen, wie der mehrfache Drehsprung", so die weltbeste Kunstradsportlerin, "mit meinem Wettkampfprogramm bin ich momentan natürlich nicht auf Hauptsaison-Niveau, aber ich kann auf jeden Fall einen guten Wettkampf schaffen".

Milena Slupina will an der kompletten Weltcup-Serie teilnehmen "und freue mich schon darauf, die anderen Sportlerinnen und Sportler zu treffen", so ihre Motivation für den frühen Saisonbeginn. "Wie in den Vorjahren liegen wir an der Spitze wiederum dicht beisammen. Zum jetzigen frühen Zeitpunkt in der Saison wird auf alle Fälle die Tagesform eine große Rolle beim Kampf um den Weltcup-Sieg spielen."

Vor allem für die Aktiven ist der Weltcup mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden, denn mit der Randsportart "Kunstrad" ist derzeit kein Geld zu verdienen. So müssen alle Training und Wettkampf aus eigener Tasche bezahlen oder sind auf Sponsoren, Gönner oder die Familie angewiesen, damit die sportlichen Leistungen nicht noch durch den Druck auf die finanziellen Belastungen der insgesamt vier zusätzlichen Wettbewerbe geschmälert werden.

Infohttps://www.indoorcyclingworldwide.com/ wp-content/uploads/2020/02/Schedule-WC-first-round-2020-V3.pdf

wsch

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