Sonntag, 18.04.2021

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Vogelfütterung: Buntes Treiben in den Gärten

Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) gibt wichtige Tipps. - 02.12.2020 12:00 Uhr

Wer flattert denn da durch den winterlichen Garten? Der LBV ruft wieder zur „Stunde der Wintervögel“ auf. Zwischen 8. und 10. Januar können Vogelfreunde bereits zum 16. Mal eine Stunde lang Vögel beobachten, zählen und dem LBV melden.

01.12.2020 © Foto: Ingo Rittscher/LBV


Und wer jetzt Vögel füttert, der holt sich gerade während des Lockdowns mit Rotkehlchen, Grünfink oder Blaumeise etwas Farbe und Leben in den Garten oder an den Balkon.

"Natürlich löst die Vogelfütterung keine großen Naturschutzprobleme, aber sie hilft einigen häufigen Arten", so LBV-Biologin Annika Lange. "Und wer richtig füttert, schadet den Vögeln nicht, sondern hat auch noch Spaß, das bunte Treiben am Futterhaus vor dem Fenster zu beobachten."

Wer lässt sich heute blicken?

Da aktuell viele Menschen im Homeoffice arbeiten und Familien viel Zeit zu Hause verbringen, ist dieses besondere Naturerlebnis direkt vor der eigenen Haustür eine schöne Abwechslung während der grauen Jahreszeit.

Wer lässt sich heute blicken? Ist ein neuer Besucher dabei? Vögel füttern macht Spaß und das Beobachten an der Futterstelle kann zu einem unterhaltsamen Rätselspiel werden. Insbesondere Kinder sind regelrecht begeistert, wenn sich neben Spatz, Blau- und Kohlmeise auch seltenere Gäste wie Erlenzeisig oder Gimpel zeigen und sie diese mit der Zeit auch erkennen.

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Eine Futterstelle ist nicht nur im Garten, sondern auch am Balkon schnell und einfach eingerichtet. Die Vogelfütterung ersetzt jedoch keine naturnahen Gärten mit vielfältigen, heimischen Pflanzen zur Unterstützung der Vögel im städtischen Bereich.

Die Früchte des heimischen Weißdorns zum Beispiel schmecken über 30 Vogelarten, die des Schwarzen Holunder fressen sogar über 60 Vogelarten. "Doch trotz regelmäßiger Fütterung verlieren Vögel nicht die Fähigkeit, natürlich vorkommende Nahrung zu finden", betont die LBV-Biologin.

Wichtig ist Hygiene

Die Hygiene am Futterplatz ist besonders wichtig, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verringern. "In klassischen Futterhäuschen, in denen die Vögel beim Fressen im Futter stehen, kann das Futter leicht verschmutzen. Daher sollten diese unbedingt täglich gereinigt oder noch besser durch Futtersäulen ersetzt werden", sagt Lange. "Bei der Reinigung der Futterstelle sollte unbedingt auf scharfe Chemikalien verzichtet werden. Es reicht völlig aus, das Futterhaus auszubürsten und anschließend mit heißem Wasser auszuspülen", so die LBV-Biologin weiter.

Ein Dach verhindert das Eindringen von Nässe ins Futterhaus. Ansonsten könnten sich Krankheitserreger ausbreiten. Neben Nahrung sollte der Lebensraum Garten für Wintervögel auch ausreichend Sicherheit bieten. So sollten Katzen in unmittelbarer Nähe keine Versteckmöglichkeiten finden.

"Mit mehreren Futterspendern, die mit Weichfutter, einer Körnermischung und Fettfutter gefüllt sind, wird die Futterstelle für sehr viele Wintervögel interessant", so Lange.

Gefahr durch Essensreste

Keinesfalls dürfen jedoch altes Brot oder Essensreste verfüttert werden, da Salz und Gewürze für die meisten Vögel unverträglich sind und ihnen schaden. Auch eine Vogeltränke sollte an keiner Futterstelle fehlen, da gerade Körnerfresser täglich Wasser zum Trinken benötigen.

Weitere Infos zur Vogelfütterung unter www.lbv.de/fuettern sowie zur "Stunde der Wintervögel" 8. bis 10. Januar unter www.stunde-der-wintervoegel.de

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