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Wegen Quartier-Suche: Weniger Schwalben

Rauch- und Mehlschwalben sind bedroht und werden nun durch eine LBV-Aktion unterstützt - 25.04.2019 15:20 Uhr

Der Landesbund für Vogelschutz verleiht jedem schwalbenfreundlichen Haus eine Plakette — denn oftmals fehlt es an Toleranz gegenüber Nistplätzen an Gebäuden. Und die Schwalben in der Region stehen vor großen Herausforderungen.


. Grund dafür: es wird ihnen immer schwerer gemacht, geeignete Quartiere zu finden. "Oft erwartet die ortstreuen Langstreckenzieher nach teilweise über 12 000 Flugkilometern eine böse Überraschung bei ihrer Rückkehr: Ihre Nester sind verschwunden und Netze oder Stacheln hindern sie am Anflug ihrer Brutplätze", sagt LBV-Gebäudebrüterexpertin Sylvia Weber. Und der Insektenmangel macht – wie vielen Vögeln – auch den Schwalben zu schaffen. Besonders zur Brutzeit benötigen sie viele Insekten, um die Küken zu füttern. Schwalben ernähren sich ausschließlich von Insekten, die sie im Flug erbeuten.

"Ausgedehnte Jagdgebiete mit artenreichen Wiesen und vielen Insekten werden aber unter anderem durch den Einsatz von Pestiziden immer seltener – in Städten wie auch auf dem Land", erklärt die LBV-Expertin. Obwohl sie die beiden häufigsten Schwalbenarten in Bayern sind, ist die Rauch- wie auch die Mehlschwalbe bedroht. Der LBV verleiht deshalb jedem schwalbenfreundlichen Haus eine Plakette, um andere Menschen darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig der Schutz von Schwalben ist. "Schwalben haben mit mehreren Herausforderungen gleichzeitig zu kämpfen, aber es fehlt auch an Toleranz gegenüber ihren Nistplätzen an Gebäuden", so Weber.

InfoAlle Infos und ein Bewerbungsformular zur LBV-Aktion "Schwalbenfreundliches Haus" unter: www.lbv.de/schwalbenhaus

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