Nach Lockerung der Auflagen

Weihnachtsmärkte: Das ist in der Region geplant

5.10.2021, 11:00 Uhr
Musik im Freien ist erlaubt (hier BrassXperiment beim Auftritt 2019). Dieses Angebot wird man sich deshalb auch in der Spalter

Musik im Freien ist erlaubt (hier BrassXperiment beim Auftritt 2019). Dieses Angebot wird man sich deshalb auch in der Spalter "Stüberl"-Version gönnen können. © Jürgen Leykamm, NN

Der lapidare Satz aus dem Wirtschaftsministerium, zum Monatswechsel veröffentlicht, löste unterschiedliche Reaktionen aus: "Weihnachts- und Christkindlmärkte dürfen unter freiem Himmel stattfinden, soweit es die Infektionslage erlaubt." Ein Hoffnungsschimmer für die einen, viel zu spät für die anderen – zumal genauere Vorgaben erst Mitte des Monats veröffentlicht werden sollen.

Adventsstüberl in Spalt

Mit dabei wollen auf jeden Fall die Städte Spalt und Hilpoltstein sein. In Spalt gehört der Weihnachtsmarkt quasi zur DNA. Der ganze Ort ist üblicherweise eingespannt, eine festliche Stimmung zu verbreiten, die überregional Anziehungskraft besitzt. Wehe dem Fußball-Trainer, der es wagt, am betreffenden Wochenende ein Spiel nicht abzusagen!

Spalt hat ein reichliches Programm für den 27. und 28. November online stehen, was davon verwirklicht wird, muss man abwarten. Bürgermeister Udo Weingart erklärte, dass Vorbereitungen laufen: "Mal sehen, was kommt." Er meint damit die für Mitte Oktober angekündigten Vorgaben.

Sicher ist, dass der Weihnachtsmarkt nicht wie gehabt durchgeführt werden kann. Als Bedingung ist schon jetzt "im Freien" vorgegeben. Das heißt: Keller und Scheunen, die in der Bierstadt eigentlich zum Weihnachtsmarkt dazugehören, sind ausgeschlossen.

"Ein anderes Format, eine andere Größe", kündigt der Rathauschef an. Einen Namen dafür hat man schon gefunden: Das Spalter Adventsstüberl.

"Es wird sehr schön"

Feuer und Kerzenschein ist man auch in Hilpoltstein gewöhnt. Am Freitagfrüh hat man gleich beratschlagt. "Es gibt Überlegungen, wir werden auf jeden Fall etwas machen", erklärte Mareike Ibinger aus dem Kulturamt, "so einfach ist es aber nicht – und bis zum 12. Oktober mit der Besprechung zu warten, ist zu lang."

Das Alternativprogramm wird man noch vorstellen. "Es wird was sehr Schönes werden", versprach sie.

Knapp und bündig kam die Bestätigung aus dem Kammersteiner Rathaus. "Im Juli wurde der Waldmarkt per Gemeinderatsbeschluss abgesagt. Es bleibt dabei."

Schwabach sagt erneut ab

Etwas anders ist die Interessenlage in Schwabach. Dort wird der Weihnachtsmarkt üblicherweise vom Verkehrsverein ausgerichtet. Der hatte nach der Absage im vorigen Jahr seine Hoffnungen auf die ersten beiden Dezember-Wochenenden 2021 verschoben – und vor 14 Tagen wieder einkassiert. "Ich denke nicht, dass ich die Absage noch zurücknehme", erklärte Vereinschef Hartmut Hetzelein.

Vor allem weil die Lage noch unklar ist und weil er "als Vereinsvorstand persönlich und privat haftet". Außerdem habe der Verein keine Leute und Motivation, wegen eventueller Sicherheitsauflagen Kontrollen durchzuführen.

Hoffen in Rednitzhembach, Abenberg und Allersberg

Ähnlich wie Kammerstein hat Wendelstein seinen Weihnachtsmarkt schon abgesagt. Es sei unmöglich, alle Zugänge zu kontrollieren. Dagegen wird es den Rednitzhembacher Adventsmarkt am letzten Samstag im November wahrscheinlich geben. Hier seien Ein- und Ausgänge auf dem Rathaus- und den Brunnenplatz relativ leicht zu kontrollieren, sagte Bürgermeister Jürgen Spahl vergangene Woche am Rande einer Veranstaltung.

Auch der Abenberger Burg-Weihnachtsmarkt soll, in welcher Form auch immer, stattfinden. Gute Chancen auf eine vorweihnachtliche Veranstaltung haben auch die Allersberger. Angesichts der Bedeutung des Weihnachtsmarktes würden die Marktgemeinde Allersberg und der Kultur- und Verschönerungsverein als Veranstalter "alles in unserer Macht Stehende tun, damit – natürlich unter Beachtung der dann geltenden Regelungen – ein Weihnachtsmarkt für unsere Bürger möglich wird", erklärte Bürgermeister Daniel Horndasch.

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